KEP-Studie 2021 17.06.2021, 10:15 Uhr

Paketdienste transportierten 2020 über vier Milliarden Sendungen

2020 stieg das Sendungsvolumen sprunghaft an: KEP-Dienstleister transportierten innerhalb Deutschlands insgesamt 4,05 Milliarden Pakete - ein Zuwachs von 400 Millionen Sendungen oder 10,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gesamtumsatz wuchs um 10,5 Prozent.
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Im Corona-Jahr 2020 stieg das KEP-Sendungsvolumen um 10,9 Prozent an, der Zuwachs ist zum ersten Mal zweistellig. In absoluten Zahlen handelt es sich um ein Plus von 400 Millionen Paketen. Insgesamt wurden innerhalb Deutschlands 4,05 Milliarden Pakete verschickt.
Ähnlich entwickelte sich auch der Gesamtumsatz der KEP-Branche: Er nahm um 10,5 Prozent zu und lag im vergangenen Jahr bei 23,5 Mrd. Euro. Bei den Unternehmen waren 2020 insgesamt 255.200 Mitarbeiter beschäftigt, 10.600 mehr als im Jahr davor.

B2C-Sendungsvolumen steigt überproportional an

Im nationalen Paketmarkt konnte 2020 im B2C-Segment ein Anstieg von 18,6 Prozent verzeichnet werden. Dieses starke Wachstum macht B2C-Paketsendungen zum Haupttreiber des gesamten KEP-Sendungswachstums. Im Gesamtmarkt, also bei den nationalen und internationalen Kurier-, Express- und Paketsendungen, legten die B2C-Sendungen sogar um 19,7 Prozent zu. Der Hauptgrund für diese Entwicklungen ist der dynamisch wachsende Online-Handel, der durch die Corona-Pandemie einen weiteren Schub erhielt.
Im B2B-Segment, also bei den Sendungen, bei denen Versender und Empfänger Unternehmen sind, sieht es anders aus: Das Sendungsvolumen im nationalen B2B-Paketmarkt sank 2020 um 5,2 Prozent. Das starke Minus lässt sich durch die Corona-bedingt schwache wirtschaftliche Entwicklung vor allem im stationären Handel erklären. Im B2B-Gesamtmarkt (nationale und internationale Kurier-, Express- und Paketsendungen) fällt der Rückgang jedoch mit minus 1,5 Prozent deutlich geringer aus, was an der positiven Entwicklung bei den internationalen Sendungen und im Expresssegment liegt.

Rund 320 Millionen weitere Sendungen für 2021 erwartet

Für 2021 prognostiziert die KEP-Studie insgesamt rund 320 Millionen weitere Sendungen. Das entspräche einem Plus von circa acht Prozent. Bis 2025 ist mit einem jährlichen Sendungswachstum von sieben Prozent auf 5,68 Milliarden Sendungen zu rechnen. Die mittelfristige Prognose hat sich damit erhöht: Zu Beginn der Corona-Pandemie wurde noch ein jährliches Sendungswachstum von rund vier Prozent vorhergesagt.
Zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Paketbranche erläutert Marten Bosselmann, Vorsitzender des Biek: "Die Pandemie hat den KEP-Markt nachhaltig beeinflusst. Schneller als erwartet steigende Sendungsmengen verstärken in Ballungsräumen und Innenstädten die Herausforderungen, die mit der Zustellung verbunden sind. Der Bedarf an innovativen Lösungen für die urbane Logistik steigt. Bis 2025 werden wir zudem 12.000 zusätzliche Beschäftigte pro Jahr benötigen - vor der Corona-Pandemie wurde noch ein Bedarf von 'nur' 7.000 zusätzlichen Beschäftigten pro Jahr erwartet.
Die KEP-Unternehmen passen sich kontinuierlich neuen Herausforderungen an und investieren massiv in Zukunftsthemen. Dazu zählen qualifizierte Arbeitskräfte, die Optimierung der Arbeitsbedingungen, Digitalisierungsprozesse, alternative Antriebstechnologien, eine immer nachhaltigere und effizientere Stadtlogistik und vieles mehr. Gerade in der Krise haben sich die Paketdienste als zuverlässige und flexible Partner bewährt: für die Empfänger im Homeoffice, für Unternehmen, die auf den zuverlässigen Transport von Waren angewiesen sind, und für das Gesundheitswesen. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern."

Bärbel Edel
Autor(in) Bärbel Edel



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