Mit Voss und Allmendinger an der Spitze 16.01.2019, 16:23 Uhr

Zimtstern fährt wieder

Mitte 2018 musste sich Zimtstern aus dem Markt zurückziehen, jetzt ist die einstige Schweizer Snowboard-Marke back on track mit neuen Inhabern, vollem Fokus auf Bikewear und zwei bekannten Branchenveteranen auf dem Sattel.
Zwei in Mainhausen bekannte Gesichter treiben den Relaunch von Zimtstern an: Sönke Voss (l.) und Hans Allmendinger sind back on track.
(Quelle: Zimtstern )
Anfang 2018 verkündete die Snowboard-, Ski- und Bikemarke Zimtstern den geordneten Rückzug wegen schlechter Marktlage. Damals war die Bikesparte der einzige Bereich mit positiven Zahlen. Nun ist es gelungen, diesen Teil der Marke zurückzubringen. Die ehemaligen Sport-2000-Manager Sönke Voss und Hans Allmendinger laden das Kult-Label neu auf und setzen den Fokus auf das Thema Bikewear. Der Eintrag der Zimtstern Europe GmbH mit Sitz in Mainhausen im Handelsregister ist genau eine Woche alt.
Gegründet wurde Zimtstern 1995 von den Snowboardern Thomas Meyer und Reto Kuster klassisch in einer Garage. Seit 2013 gehörte die Firma der Aargauer Oel-Pool AG, welche ihre Anteile nun an eine Firma mit Sitz in Lichtenstein verkauft hat. Lizenznehmer und Geschäftsführer von Zimtstern Europe sind jetzt Sönke Voss und Hans Allmendinger, die das Unternehmen als ein Joint-Venture sehen. Beide können auf eine langjährige, zusammen über 40-jährige Geschichte in der Branche zurückblicken: Voss, als Einkäufer bei Sport 2000 Deutschland und International und Allmendinger, der passionierte Mountainbiker, als Marketing- und Kommunikationschef der Sport 2000 Deutschland sowie auch im Marketing bei Nike.
Der Relaunch von Zimtstern konzentriert sich auf Mountainbike- und Streetwear und soll über den Bike- und Sportfachhandel vertrieben werden. Erste Liefertermine für die neue Kollektion 2020 soll es bereits ab Juni 2019 geben, der Vertrieb für Europa und das globale Marketing laufen über Zimtstern Europe. Für die USA wird es einen eigenen Distributeur geben, so Allmendinger. Anfang 2011 präsentierte Zimtstern ihre erste Bikekollektion, die technische und funktionelle Bikebekleidung mit anspruchsvollem Design verbindet. Damals konnte das wachsende Gravity-Segment einen Ausgleich zum schwindenden Snowboard-Geschäft schaffen. Die kommende Kollektion wird neben einer Mountainbike-Bekleidungslinie, die auf Trail- und Enduro-Biker/innen ausgerichtet ist, auch urbane Styles, die „biketauglich“ sind, umfassen, mit Zimtstern-typischen Kombinationen von Funktion, Style und Nachhaltigkeit. Im neuen Team arbeitet nach wie vor ein Schweizer Designer mit Zimtstern-Vergangenheit.
Mit Fokus auf Bikewear will sich Zimtstern neu positionieren.
(Quelle: Zimtstern)
Hans Allmendinger, selbst eingefleischter Mountainbiker, prognostiziert: „Der Bike-Boom ist noch lange nicht zu Ende. Durch E-MTBs wird die ohnehin schon große Zielgruppe derer, die ihr Outdoor-Abenteuer auf zwei Rädern suchen, noch größer. Zeitgleich entstehen immer mehr spezielle Mountainbike-Strecken, vor allem auch in den alpinen Tourismus-Regionen, was die Attraktivität dieses Outdoor-Sports weiter steigert. Darüber hinaus wird aber auch in den Städten das Fahrrad als Verkehrsmittel immer wichtiger und wird zunehmend das Auto im innerstädtischen Verkehr ersetzen.“
Ein Teil der Innovationen der neuen Zimtstern-Kollektion liegt in dem besonderen Augenmerk bei der Auswahl von Stoffen begründet. „Neben den funktionalen Eigenschaften, haben Nachhaltigkeits-Aspekte oberste Priorität“ erklärt Sönke Voss. So sollen verstärkt Naturfasern zum Einsatz kommen und eine bessere Alternative zur klassischen Bike-Bekleidung bieten. „Ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass die Kleidungsstücke dadurch buchstäblich tragbarer werden, auch wenn man nicht auf dem Bike durch den Wald saust“, ergänzt Voss weiter. Der bereits vor Jahrzehnten genutzte Zimtstern-Claim „what you wear, if you care“ ist so nach wie vor aktuell. Begleitet wird der Zimtstern-Relaunch von einer Marketing-Kampagne auf allen relevanten digitalen Kanälen. Das „Friends of Zimtstern“-Programm sorgt für Präsenz in den besten MTB-Regionen und für den richtigen Content in den sozialen Medien. „Es ist aber auch ein wichtiges Feedback-Tool, um unsere Produkte stetig zu verbessern und weiter zu entwickeln“, betont Allmendinger.



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