In eigener Sache 19.02.2021, 09:40 Uhr

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Zwischen Bazooka und Steinschleuder: Die Politik hat viele Hilfen versprochen, was wurde eingehalten? In der neuesten Ausgabe von SAZsport geben über 200 Sporthändler Antworten. Eine Bestandsaufnahme was wirklich im Markt ankommt.
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(Quelle: SAZsport )
Bundesfinanzminister Olaf Scholz hatte vor einem Jahr zu Beginn des ersten Corona-Lockdowns ein Arsenal von Hilfen in Form einer Bazooka versprochen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte diese Hilfen zuletzt eher mit einer Steinschleuder verglichen. Wo liegt die Wahrheit? Auch eine politisch relevante Frage, denn schließlich wird in diesem Jahr ein neuer Kanzler gewählt. Was kam bisher und kommt aktuell wirklich im Handel an? SAZsport hat eine Bestandsaufnahme in der Branche gemacht. Das Ergebnis ist eindeutig – die Hilfen sind ein Tropfen auf dem heißen Stein. Details, Hintergründe und Händlerstimmen.
Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier versprach, kein Unternehmen allein zu lassen. „Wegen Corona muss kein gesundes Unternehmen in die Insolvenz. Das konnten wir bislang auch im Wesentlichen einhalten“, erklärt Altmaier in Zeitungsinterviews. Die Stimmen der Händler sagen etwas anderes. Hier nur ein Beispiel von vielen: „Es wird dringend Zeit für ein Konzept, denn das gibt es nach einem Jahr ganz offensichtlich noch immer nicht“, erklärt Nikolai Rost von Freeride Mountain aus Schorndorf. „Es geht darum, die Last auf alle Schultern zu verteilen und nicht auf die einiger weniger Branchen. Irgendwann wird es auch Zeit, die großen Versprechen (Keiner wird im Stich gelassen, Bazooka usw.) mit Taten zu füllen und diese nicht immer nur zu wiederholen, anstatt im Kleingedruckten die Hilfen für die meisten praktisch unzugänglich zu machen oder mit den Auszahlungen so lange zu warten, bis derjenige nicht mehr da ist. Die #zerocovid-Idee könnte so eine Lösung sein. Sie nimmt alle in die Pflicht. Nur ein Teil zu sperren, ist zu einfach. Blickt über den Tellerrand, um auch von anderen Ländern zu lernen, die wohl doch mal etwas besser können als wir Deutschen – auch wenn das für unsere Politik-Elite unvorstellbar zu sein scheint. So wie jetzt von einem Lockdown in den nächsten zu hangeln, macht Gastro, Einzelhandel, Veranstaltungsbranche, Fitnesscenter und Vereine komplett kaputt – von der psychischen Belastung und dem sozialen Zusammenleben der Bevölkerung sowie den Langzeitfolgen mal ganz zu Schweigen.“

Während der Fachhandel schließt, öffnen nebenan Blumenläden, E-Zigaretten-Shops, Sonnenstudios. Lebensmittelmärkte rüsten sich mit Sportartikeln. Aus den Fachkreisen ist zu hören, dass das Verständnis und die Expertise seitens der Entscheider fehlen, wenn man ihnen erklären muss, dass Händler, die Saisonwaren verkaufen, nicht mit einer Berechnung der Fixkosten abgespeist werden können.

Das Vertrauen in die Politik schwindet zusehends. Die Händler verbünden sich. Die Zeit der offenen Briefe ist vorbei. Klagen werden angestoßen. Es geht um Gleichbehandlung, um Schadensersatz, um Öffnungen, um Perspektiven.
Außerdem lesen Sie in Ausgabe 3/2021:
Mit „Jupiter“ ins neue „Skiservice-Universum“
Wintersteiger will mit einer neuen Automaten-Generation den Skiservice
revolutionieren und orientiert sich dabei an den Wünschen des Handels
Risikoverteilung im Wintersport-Segment
Angesichts der prekären Lage im Handel in Bezug auf Wintersport
bringt der VDS das Thema Flächenbewirtschaftung neu ins Spiel
Schlitten, Schlittschuhe und Spikes als Umsatzbringer
Die stark wetterabhängigen Wintersport-Sortimente erleben durch die
Corona-Pandemie teilweise eine neue Blüte
Die Angst vor dem vierten Lockdown
Der österreichische Sporthandel ist wieder geöffnet, doch die Situation ist
insbesondere angesichts fehlender Touristen weiterhin angespannt
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