Als Kompensation für die lange Schließung 22.06.2021, 08:27 Uhr

HDE fordert verkaufsoffene Sonntage für den Handel

Als Ausgleich für die langen Lockdowns, unter dem vor allem der Non-Food-Handel stark gelitten hat, fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Möglichkeit für Sonntagsöffnungen bis zum Jahresende. 
(Quelle: Pixabay)
„In vielen anderen Wirtschaftsbereichen ist eine Sonntagsöffnung vollkommen selbstverständlich. In Restaurants und Gaststätten gehört es zum Alltag, dass die Türen auch am Sonntag weit geöffnet sind“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Und auch bei Kulturinstitutionen wie Museen, Theatern und Kinos ist ein sonntäglicher Besuch normal. Der HDE sieht den Einkauf genauso als Teil der Freizeitgestaltung wie den Restaurant- oder Museumsbesuch.
Stellvertretend für den HDE fordert Genth deshalb die systematische Benachteiligung der Händler zu beenden und mindestens gelegentliche Öffnungen am Sonntag rechtssicher und regelmäßig zu ermöglichen. In keinem anderen EU-Staat sei die Sonntagsöffnung derart beschränkt wie in Deutschland, diese Sonderrolle für Deutschland sei nicht nachvollziehbar. Die häufig damit verbundene Kritik, die Beschäftigten würden sich gegen die Sonntagsarbeit wehren, sei laut HDE nicht begründet. Die Erfahrungen vor Ort würden zeigen, dass sich aufgrund der gewonnen Flexibilität und des zusätzlichen Entgelts für die Sonntagsarbeit in den allermeisten Fällen ausreichend Freiwillige finden, die gerne einspringen.
Kurzfristig sollte es nach Meinung des HDE gerade mit dem Blick auf einen kraftvollen Neustart nach der Pandemie allen Einzelhändlern offenstehen, zumindest die restlichen Sonntage in diesem Jahr ihre Türen für alle Kunden zu öffnen. „Das wäre ein klares Signal an die Menschen, dass die Innenstädte wieder offen und die Geschäfte wieder für alle da sind. Zudem gibt das den Händlern die Chance, wenigstens ein bisschen des während der Lockdowns verlorenen Umsatzes nachzuholen“, so Genth.

Autor(in) Eliza Hahnenstein


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