Zehn-Punkte-Plan 14.04.2020, 11:55 Uhr

HDE präsentiert Vorschlag für Exit-Strategie

Der Einzelhandel bereitet sich auf die Zeit nach den wegen der Coronavirus-Krise erlassenen Ladenschließungen vor und macht in einem Zehn-Punkte-Plan deutlich, wo die Knackpunkte für die Branche liegen.
(Quelle: Pixabay )
Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat einen Zehn-Punkte-Plan vorgestellt. Dabei betont der Verband gemeinsam mit seinen Landes- und Bundesfachverbänden vor allem die große Bedeutung bundesweit einheitlicher Regelungen, die die Händler weder wegen ihrer Branchenzugehörigkeit noch aufgrund der Größe ihrer Verkaufsflächen diskriminieren sollten.
„Der HDE fordert von der Politik, die Öffnung aller Einzelhändler zu genehmigen, sobald dies gesundheitspolitisch vertretbar ist. Denn die Unternehmen verlieren durch die Ladenschließungen täglich einen Milliardenbetrag. An den derzeit geschlossenen Händlern hängen 1,7 Millionen Jobs. Wenn die Läden in den Innenstädten noch lange flächendeckend schließen müssen, droht eine gewaltige Pleitewelle“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Bei den Regelungen nach den Ladenschließungen gehe es vor allen Dingen um ein gut koordiniertes Vorgehen von Bund, Ländern und Kommunen. Die schrittweise Rückkehr zu einem geordneten Geschäftsbetrieb sollte nach einheitlichen, nicht-diskriminierenden Vorgaben für den gesamten Einzelhandel erfolgen. „Lockerungen der Ladenschließung dürfen sich nicht an Betriebsgrößen, Verkaufsflächen oder Einzelhandelsbranchen festmachen. Das führt ansonsten zu Wettbewerbsverzerrungen, Rechtsunsicherheit und kollektiver Verunsicherung“, so Genth weiter Der Handel brauche einheitliche, klare und unkomplizierte Regelungen.
Folgende zehn Punkte umfasst der Plan:
1. Einheitliche, nicht diskriminierende Vorgaben
2. Klare Kommunikation zu Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen
3. Wiederankurbeln von Konsum, Ermutigen der Kunden
4. Finanzielle Situation der Unternehmen flankieren
5. Einrichtung von Nothilfefonds für kleine und mittlere Unternehmen
6. Flexibilisierung des Arbeitsrechts, Reduzierung von Personalkosten
7. Befristete Liberalisierung von Ladenöffnungsrecht
8. Sicherstellung von Logistikkapazitäten
9. Unterstützung der Innenstadt durch erweiterte Städtebaufördermittel und einen Innenstadtstabilisierungsfonds
10. Garantie der Unversehrheit des EU-Binnenmarkts



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