Innovatives Logistik-Hub 03.12.2020, 10:02 Uhr

Internetstores launcht neues System zur Retourenabwicklung

Multichannel-Unternehmen Internetstores führt in seinem Stuttgarter Logistikzentrum ein neues System für die Abwicklung von Retouren ein. Damit will das Unternehmen nachhaltiger und effizienter agieren.
Mit dem neuen Retourensystem reagiert Internetstores auf die konstant steigende Nachfrage nach Produkten und die damit verbundene, wachsende Anzahl an Rücksendungen.
(Quelle: Internetstores )
Um seine ambitionierten Wachstumsziele weiter voranzutreiben, startet Internetstores, Multichannel-Anbieter für Outdoor- und Bike-Artikel, in seinem Logistikzentrum in Stuttgart/Untertürkheim mit einem neuen Retourensystem. Damit will die Tochter von Signa Sports United und das Sport-2000-Mitglied auch den bisherigen Standort in Esslingen entlasten, weil in Stuttgart mehr Platz für die Lagerung und Versandabwicklung der Produkte sei und so eine schnellere Abwicklung ermöglicht werde. „So können wir die konstant steigende Nachfrage auf unsere Shops und die damit verbundene, wachsende Anzahl an Rücksendungen auch in Zukunft zuverlässig bearbeiten“, begründet Markus Knöller, Head Group Logistics & Fullfilment, die strategische Entscheidung.
Mit dieser Maßnahme will das Unternehmen, das bereits seit einigen Jahren in Nachhaltigkeit investiert, auch dieses Thema weiter vorantreiben. „Im Gegensatz zu anderen E-Commerce-Händlern werden bei uns alle Retouren – sofern diese einwandfrei zurückkommen – wieder eingelagert. Dieser nachhaltige Prozess lohnt sich finanziell nur, wenn die Retouren effizient bearbeitet werden können", erklärt Eduard Jesser, Head of Returns bei Internetstores.
Mit dem neuen Retourensystem könne Internetstores auf die konstant steigende Nachfrage auf die verschiedenen Online-Shops reagieren und die damit verbundene, wachsende Anzahl an Rücksendungen auch in Zukunft bearbeiten, meint Markus Knöller, Director Logistics beim Unternehmen.
Quelle: Internetstores
Die Retouren werden so abgewickelt, dass die Pakete nach ihrer automatischen Öffnung nach Rework-Gruppen sortiert werden. Der anschließende Transport zwischen den Arbeitsbereichen werde über ‚E-BoxT‘-Geräte zur weiteren Aufbereitung im Retouren-Rework Textil- und Hartwaren geregelt. Die Behälter lagern dabei in einem speziell konzipierten Horizontalspeicher ein und aus. Mithilfe des neuen Systems können bestimmte Warengruppen priorisiert werden, da der Transport autonom funktioniere. Durch die Möglichkeit zur Zwischenlagerung soll eine entkoppelte, gleichmäßige Auslastung der Arbeitsplätze garantiert werden. Gleichzeitig ermögliche das System eine reibungslose Einbindung der neuen Retourenstelle in die Bestandslogistik. „Dank des ‚E-BoxT‘-Systems können wir Einsparungen von 30 Prozent im Energieverbrauch erzielen. Das macht gerade bei einem erhöhten Retourenaufkommen einen entscheidenden Unterschied und ist Teil unseres Vorhabens, maximal nachhaltig zu sein“, erklärt Knöller.
Mit dem neuen Retourensystem will Internetstores auch optimale Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter schaffen – die teilweise neugeschaffenen Arbeitsplätze wurden neu konzipiert und nach optimalen gesundheitlichen Aspekten gestaltet: Eine augenfreundliche Beleuchtung, ergonomische Höhenverstellbarkeit der Tische sowie eine eigene Temperaturregelung an jedem Arbeitsplatz sollen für ein individuell ideales Arbeitsklima sorgen. Zudem wurde ein fahrerrloses Transportsystem entwickelt, das umständliche Laufwege reduziere. Die Inbetriebnahme aller Arbeitsplätze soll sukzessiv bis 2022 erfolgen.
Die Internetstores GmbH betreibt in 14 Ländern rund 40 Online-Shops, zu denen im Outdoor-Bereich beispielsweise Campz und Addnature, im Bike-Segment Fahrrad.de, Bikester und ProBikeShop gehören. Neben den Online-Stores führt der Multichannel-Händler auch eigene stationäre Geschäfte, zum Beispiel von Fahrrad.de in Berlin, Dortmund oder Hamburg. Zum Sortiment gehören auch exklusiv vertriebene Eigenmarken wie Ortler, Serious, Votec und Fixie Inc. Insgesamt beschäftigt Internetstores an den Standorten Stuttgart, Esslingen, Berlin, Lyon und Stockholm rund 800 Mitarbeiter.



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