Nicht mehr rentabel 25.01.2019, 11:43 Uhr

21sportsgroup stellt 21run ein

Die 21sportsgroup bereinigt ihr Portfolio. Nachdem im letzten Jahr bereits der Marktplatz Vaola dicht gemacht wurde, soll nun auch die Geschäftstätigkeit von 21run beendet werden.
Im Online-Shop von 21run findet derzeit ein großer Ausverkauf statt.
(Quelle: 21sportsgroup )
Die 21sportsgroup konzentriert sich künftig auf Planet Sports und Clubsale. Das ist das Ergebnis der Bereinigungen, die das Mannheimer Unternehmen seit eineinhalb Jahren vornimmt. Mitte 2017 waren bereits die Online-Shops 21cycles und 21streetwear offline gegangen, im September 2018 folgte das Ende für den Marktplatz Vaola, den die Unternehmensgruppe erst 2016 übernommen hatte. Das Aus gibt es nun auch für 21run. Nachdem die beiden stationären Geschäfte in München und Dresden bereits geschlossen wurden, soll der Online-Shop Ende des ersten Quartals 2019 aus dem Netz genommen werden. Damit wird dann die Geschäftstätigkeit von 21run eingestellt.
Die Rahmenbedingungen und Erwartungen für den Lauf- und Ausdauerspezialisten 21run haben sich weiter verschlechtert. Der Running-Markt sei seit Jahren von hohem Wettbewerbsdruck mit steigenden Marketingkosten, gesunkenen Margen und eigenen B2C-Aktivitäten der Hersteller geprägt, begründet das Unternehmen die Schließung von 21run.
Aus der Schließung der verschiedenen Geschäftsbereiche ergibt sich nun eine interessante Tatsache: Mit Clubsale und Planet Sports besteht die 21sportsgroup nur noch aus Unternehmenszweigen, die in den letzten Jahren übernommen wurden. Diese dürfen sich allerdings über Wachstum freuen. Das für 2018 gesetzte Unternehmensziel, einen Umsatz von 100 Mio. Euro zu erzielen, wurde nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Dazu beigetragen hat vor allem Planet Sports mit einem starken Wachstum. Im vierten Quartal 2018 konnte der Umsatz des Board- und Actionsport-Spezialisten um mehr als 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gesteigert werden.
Die signifikante Steigerung von Umsatz und Marge bei Planet Sports führt die 21sportsgroup auf verschiedene Faktoren zurück. Dazu beigetragen haben zahlreiche technische und gestalterische Neueinführungen im Online-Shop, die Social-Media-Expertise des neuen Gesellschafters The Social Chain Group sowie ein optimiertes Markenportfolio. Management und Gesellschafter gehen für 2019 von einer weiteren positiven Entwicklung aus.
Um das profitable Wachstum fortzusetzen, soll es in diesem Jahr weitere Optimierungen geben. Dazu zählt insbesondere auch ein neues Retail-Konzept, das für zusätzliche Attraktivität der Flagship-Stores von Planet Sports sorgen soll. Geplant ist außerdem der Ausbau des Exklusivmarkengeschäfts.
Lakeville Mountain ist eine von bislang zwei Exklusivmarken der 21sportsgroup.
(Quelle: 21sportsgroup)
Bisher führt das Unternehmen die Eigenmarken Lakeville Mountain (Planet Sports) und Max-q (bisher vertrieben über 21run). Im Lauf des Jahres sollen weitere Exklusivmarken hinzukommen. Erste Informationen dazu sind für März zu erwarten.



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