Analyse von 22 Millionen Kundentransaktionen 26.07.2021, 08:00 Uhr

Stationärer Handel verkauft mehr als vor der Corona-Pandemie

Nach einer Auswertung des französischen Technologieunternehmens Criteo lagen die Verkäufe in stationären Geschäften im Juni 2021 in Europa um 76 Prozent höher als im Februar 2020.
Symbolbild
(Quelle: Pixabay)
Criteo ist Betreiber einer weltweiten Commerce-Media-Plattform. Das Unternehmen hat zwischen dem 19. Mai und 30. Juni 2021 insgesamt 22 Millionen Kundentransaktionen analysiert und mit Zahlen aus dem Februar 2020 und Januar 2021 verglichen. Das Ergebnis: Omnichannel-Händler verzeichneten im Juni 2021 einen Anstieg der Umsätze in den Läden um bis zu 280 Prozent im Vergleich zum Januar dieses Jahres. Gleichzeitig gingen die Online-Verkäufe insbesondere bei Omnichannel-Händlern um mehr als ein Drittel zurück.
Die Erhebung zeigt, dass Konsumenten wieder in Geschäften und Kaufhäusern einkaufen wollen. Für 44 Prozent der Kunden ist dabei ausschlaggebend, dass sie das gewünschte Produkt sofort mitnehmen können. Das geht aus der Studie „Shopper Story 2020, Europe“ hervor, bei der Criteo die Käufer nach ihren Gründen für den Einkauf in Geschäften gefragt hat. Demnach schätzen 41 Prozent die Möglichkeit, im Laden Produkte anzuprobieren und zu testen. Für 39 Prozent ist zudem eine gute Beratung entscheidend.
„Die Menschen werden zweifelsohne auch nach der Pandemie mehr online einkaufen als zuvor. Wir sehen dennoch eindeutig den Wert und die Vorteile, die sie mit einem Ausflug in die Shoppingmeile verbinden. Steigende Store-Umsätze in weiten Teilen Europas sind ein Beleg dafür“, erläutert Corinna Hohenleitner, Country Director DACH bei Criteo.
Criteo will damit mit einer neuen Store-Sales-Lösung Transaktionsdaten aus dem Ladengeschäft mit über 2,5 Milliarden einzigartigen Nutzer-IDs aus dem Criteo Shopper Graph (Verknüpfung der IDs von On- und Offline-Shoppern über Endgeräte, Browser, Apps und andere Umgebungen hinweg) abgleichen und so die gesamte Customer Journey der Kunden inklusive stationärer Berührungspunkte nachvollziehen. So soll personalisierte Werbung mit einer filialspezifischen Botschaft und Produktempfehlungen möglich sein, die das jeweilige Kundeninteresse und das bisherige Kaufverhalten reflektieren.

Autor(in) Maxim Huber



Das könnte Sie auch interessieren