Christian Wolsegger über die Zeit nach der Übernahme 11.02.2019, 11:30 Uhr

Der Weg von Dachstein und Luhta

Dachstein-Geschäftsführer Christian Wolsegger erklärt, warum der Luhta-Kauf von Dachstein Vorteile für den Fachhandel hat.
Dachstein hat, wie berichtet, einen neuen Eigentümer. Christian Wolsegger, Geschäftsführer des
österreichischen Outdoor-Schuhherstellers, erklärt, wie es künftig mit diesem weitergeht.
(Quelle: SAZsport )
Die finnische Luhta Sportswear Company (Lahti) hat sich im vergangenen Sommer mit 49 Prozent an Dachstein (zuletzt rund 10 Mio. Euro Umsatz) beteiligt und verkündet, dass sie nun den Rest der Anteile übernehmen wird. Die Luhta-Gruppe ist mit über 245 Mio. Euro Umsatz und 1.700 Mitarbeitern einer der größten Sportbekleidungshersteller in Skandinavien und vor allem wegen seiner internationalen und vertikalen Vertriebsstruktur breit aufgestellt.
Vor fünf Jahren begann Dachstein mit Dr. Oliver Wieser als Geschäftsführer und Christian Wolsegger als Salesmanager mit dem Marken-Relaunch. Der erste Einstieg von Luhta im letzten Sommer hatte das Ziel, „relativ schnell Distributionen in wichtigen Ländern in Europa, wie Frankreich, Benelux, Skandinavien und Russland, zu übernehmen, und Dachstein in die sehr professionelle Vertriebsstruktur einzugliedern“, erklärt Wolsegger, inzwischen zum Geschäftsführer aufgestiegen. Man habe sich zudem entschlossen, in Teilen Deutschlands gemeinsam zu vertreiben. Die Luhta-Gruppe habe in eigene Mitarbeiter investiert, die den Schuhvertrieb vorantreiben sollen. Dabei wurde der Vertrieb personell in Bekleidung und Footwear getrennt, um sich noch mehr auf Schuhe zu fokussieren. „Es ging darum, mit Icepeak, Luhta und Dachstein auch im Schuhbereich ein gutes Produkt-Portfolio anzubieten“, so der Dachstein-Chef.
Dem bisherigen Eigentümer, der Austro Holding, war es zunächst sehr wichtig, zu wissen, wer der neue Eigentümer sei und was mit Dachstein passiere. Schritt für Schritt sollte ein guter, geregelter Ablauf gefunden werden. Man habe sich zügig entschieden, die restlichen Anteile abzugeben, um „klare Entscheidungslinien und Möglichkeiten zu eröffnen, damit Luhta noch größer investieren kann, um Dachstein in die notwendigen Strukturen eingliedern zu können und zu schauen, dass sich die Marken nicht kannibalisieren“, erläutert Wolsegger. Dachstein bringe seine hochwertigen Komponenten und Zulieferer wie Vibram oder Gore-Tex ins Spiel, um den mittleren und oberen Preisbereich abzudecken. „Mit dem Zukauf entsteht in der Luhta-Gruppe ein wettbewerbsfähigeres Produkt-Portfolio. Dachstein wird es dann auch in den Luhta-eigenen Stores geben. Hauptfokus wird aber sicher auch für die nächsten Jahre der Fachhandel sein“, versichert Wolsegger. „Es passt sehr gut, dass Icepeak und Luhta zu den Händlern einen ähnlichen Zugang haben, auf Discount-Konzepte verzichten und so sehr gute und treue Fachhandelspartner sind. Der deutsche Händler kann sich auf eine professionelle Vertriebsstruktur verlassen, mit laufendem Support, Schulungen, Verkaufsunterstützungen, Marketingunterstützung etc. – alles Elemente, die die Marke Dachstein und auch die Gruppe Luhta bei den Händlern noch relevanter machen.“



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