Corona-Krise 19.05.2020, 12:24 Uhr

So unterstützen Outdoor-Hersteller ihre Händler

Verlängerte Vororderzeiträume, Social-Media- und PoS-Kampagnen, kostenlose Gesichtsmasken – die Outdoor-Hersteller Craghoppers, Eagle Creek, P.A.C. und Tatonka wollen ihren Handelspartnern auf vielfältige Weise Hilfe zukommen lassen.
P.A.C. will seine Händler am PoS durch Poster und Display-Topper unterstützen, welche die Aufmerksamkeit auf die Multifunktionstücher lenken und diesen Zusatzverkauf vor Ort steigern sollen.
(Quelle: P.A.C. )
Nach wochenlanger Zwangsschließung läuft der Betrieb im deutschen Einzelhandel nun endlich wieder an, doch auch nach der Wiedereröffnung ist der durch die Corona-Krise angeschlagene Handel auf Unterstützung angewiesen. Um diese schwierige Situation gemeinsam mit dem Handel zu meistern, lassen sich die Sportartikelhersteller einiges einfallen. „Für uns ist es in der Krise wichtiger denn je, partnerschaftlich zu handeln und gemeinsam mit und für unsere Handelspartner Lösungen zu finden“, erklärt Oliver Robens, Europa-Chef von Outdoor-Spezialist Craghoppers. So wurden beispielsweise Lieferverschiebungen ermöglicht, gesonderte Zahlungskonditionen gewährt und absatzschwächere durch -stärkere Produkte ausgetauscht. Zudem soll der Vororderzeitraum für Sommer 2021 verlängert werden. Nach dem Motto „Zecken kennen kein Social Distancing“ will das britische Unternehmen darauf aufmerksam machen, dass „wir als Reisespezialist auch darauf angewiesen sind, dass der Handel unsere Kompetenz nicht nur auf Fernreisen bezieht. Mit unseren Technologien bieten wir Lösungen, die auch im heimischen Markt funktionieren“, verdeutlicht Robens. Die „NosiLife“-Produkte, die Mücken und UV-Strahlen abwehren, können nicht nur auf Safari-Touren, sondern auch bei Wanderungen in der heimischen Umgebung gegen Zecken schützen.
Auch Outdoor-Hersteller Tatonka will seinen Händlern unter die Arme greifen. Dabei komme es dem Unternehmen in der gegenwärtigen Lage zugute, dass es seit über 30 Jahren eine firmeneigene Produktion in Vietnam betreibt. Durch die Steuerung und Kontrolle der gesamten Liefer- und Produktionskette könne man seinen Handelspartnern auch in der jetztigen Situation eine zuverlässige Lieferfähigkeit bieten. „Unsere Kunden können sich zu hundert Prozent auf uns als Premium-Lieferant verlassen“, erklärt Andreas Schechinger, Inhaber und Geschäftsführer von Tatonka. „Auch in der jetzigen Krise gibt es keine Lieferengpässe, da wir auf Grund der eigenen Produktion in Vietnam Probleme in der Lieferkette und im Sourcing frühzeitig erkannt haben und rechtzeitig gegensteuern konnten. Wir verfügen über ausreichend Materialbestand in der Produktion und auch an fertigen Produkten in unserem Lager in Dasing, sodass wir auf jeden Bedarf reagieren können.“ Darüber hinaus will der Outdoor-Ausrüster dem Handel mit flexiblen Vororderaufträgen und verlängerten Zahlungszielen entgegenkommen. Verlässlichkeit zeige Tatonka auch gegenüber seinen Lieferanten und den Mitarbeitern in der Fabrik in Vietnam: Getroffene Vereinbarungen werden eingehalten und platzierte Aufträge weder storniert noch bereits gefertigte Ware zurückgewiesen.
Durch Social-Media Marketingkampagnen mit Fokus auf den örtlichen stationären Fachhandel und durch Investitionen in gesteigerte Produktionskapazitäten will P.A.C., Spezialist für Multifunktionstücher, seinen Handelspartnern Hilfe zukommen lassen. Da die Nachfrage nach Multifunktionstüchern hoch ist, seit sie von Virologen als Maskenalternative empfohlen wurden, will das fränkische Unternehmen den Einzelhandel „gut mit diesen gefragten Produkten versorgen und haben dafür unsere Kapazitäten immens hochgefahren“, erklärt Geschäftsführer Lukas Weimann. „P.A.C. lebt vom stationären Handel und der guten Arbeit vor Ort, die wir in dieser Zeit ganz besonders unterstützen möchten“, so Weimann zu den umfangreichen Maßnahmen. Schnelle Unterstützung am PoS finde durch Poster und Display-Topper statt, welche die Aufmerksamkeit auf die gefragten Multifunktionstücher lenken und diesen Zusatzverkauf vor Ort steigern sollen. Darauf abgestimmt startet eine Online-Kampagne in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram, die über die nächsten Wochen gespielt wird. Ziel sei es, Kunden in den wiedereröffneten Sport-, Outdoor- und Fahrradhandel zu bringen. „Lokal kaufen und so den Händler in der Region unterstützen, ist die Botschaft, die wir dem Endverbraucher über alle Kanäle vermitteln wollen. Unser Team ist hochmotiviert, den stationären Handel mit Produkten und Service zu unterstützen“, so Weimann weiter.
Eagle Creek, US-Spezialist für Reisegepäck, will seine stationären Händler in Europa unterstützen, indem er über 2.400 wiederverwendbare Gesichtsmasken als Präventivschutz verschenkt. „Das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und Händler hat für uns höchste Priorität.“, sagt Oliver Messing, Geschäftsführer von Eagle Creek Europe, mit Blick auf die aktuellen Lockerungen. Die Gesichtsmasken werden derzeit kostenfrei an stationäre Eagle-Creek-Händler verschickt. Die Masken sind nicht für den Weiterverkauf gedacht, sondern sollen von dem Personal auf den Verkaufsflächen getragen werden. So soll das Risiko einer Ansteckung zwischen Verkäufer und Kunde während des Beratungsgesprächs reduziert werden.



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