Im Fachhandel 01.09.2020, 07:57 Uhr

Nachfrage nach Outdoor-Artikeln in der Corona-Krise steigt

Outdoor-Händler verzeichneten in der Corona-Pandemie eine größere Nachfrage nach einzelnen Produkten. So konnten die Mitglieder von Intersport beispielsweise ein Plus verzeichnen. Aber auch Produktionsengpässe waren ein Thema, etwa beim Sporthändler Globetrotter.
(Quelle: shutterstock.com/everst)
Die Reisebeschränkungen in der Corona-Pandemie haben bei Outdoor-Händlern zu einer größeren Nachfrage nach einzelnen Produkten geführt. "Bedingt durch den Reisestopp und den Drang, sich in näherer Umgebung aktiv betätigen zu können, gab es vor allem bei Outdoor-Schuhen eine sehr starke Nachfrage", sagte Thomas Maier von Deutschlands größter Sporthändlergruppe Intersport. Im Zeitraum von Anfang Mai bis Ende Juli habe das Unternehmen in diesem Bereich ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Bei der gesamten Outdoor-Sparte liege der Zuwachs im oberen einstelligen Prozentbereich.
Andere Unternehmen wie die Mitglieder von Sport 2000 und das auf Outdoor-Artikel spezialisierte Unternehmen Globetrotter haben in der Sparte insgesamt noch kein Wachstum in diesem Jahr verbucht. "Man kann nicht grundsätzlich sagen, dass es einen Outdoor-Boom gegeben hat", sagte ein Sprecher des Verbands Deutscher Sportfachhandel. Die Rückmeldungen der Unternehmen seien bislang unterschiedlich.

Bessere Entwicklung in Süddeutschland

Bei Sport 2000 sind seit Mai ebenfalls Multifunktionsschuhe gefragt. Outdoor-Artikel gehörten nach Lauf- und Radausrüstung zu den Kategorien, die sich nach dem "Lockdown" schnell positiv entwickelt hätten, sagte Katrin Voss von Sport 2000. Ähnlich wie Intersport registriert Sport 2000 eine bessere Entwicklung in Süddeutschland: "Das liegt vor allem daran, dass im Norden weniger funktionale Outdoor-Artikel gekauft werden, die im Süden schon fast zum ganz normalen Tagesoutfit gehören", sagte Katrin Voss.
Lieferengpässe gab es nach eigener Aussage bei Sport 2000 nicht. Anders sieht es bei Globetrotter aus. Alles im Bereich Camping, Boot und Fahrrad habe sich hoher Nachfrage erfreut und erfreuliche Umsätze erreicht, sagte Geschäftsführer Andreas Bartmann. "Durch Produktionsengpässe und lange Vorläufe in der Herstellung sind hier viele Artikel für dieses Jahr ausverkauft." Andere Bereiche hätten jedoch stark verloren, sodass sich die Entwicklungen in der Summe ausgeglichen hätten.


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