Neue Einkaufsmodelle 08.04.2021, 08:54 Uhr

Click & Collect und Click & Meet werden unterschiedlich gut angenommen

Damit Händler während der Corona-Pandemie den Kontakt zu Kunden nicht verlieren, sollten sie deren Bedürfnisse gut kennen und individuell reagieren. Das geht mit Click & Collect und Click & Meet.
Neue Einkaufsmodelle bieten in der Krise Potenzial
(Quelle: Pixabay)
Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen teilweise verwirrenden Lockdown- und Öffnungsszenarien sind kräftezehrend für den Handel. Um dennoch mit den Kunden in Kontakt treten zu können, haben sich im letzten Jahr vor allem digitale Lösungen und kanalübergreifende Services als hilfreich erwiesen. Dabei ist es wichtig, diese genau auf den eigenen Kundenstamm und dessen Bedürfnisse anzupassen. Nur so kann der stationäre Händler dem stetig wachsenden Onlinehandel etwas entgegen setzen.
Aktuell bieten Click & Collect sowie Click & Meet weiterhin die einzige Möglichkeit, stationär Absatz zu schaffen. Obwohl die Begrifflichkeiten inzwischen den meisten Menschen bekannt sind, werden die Einkaufsmodelle tatsächlich erst noch verhalten nachgefragt. Während das "Click & Collect"-Konzept bereits vor der Krise existierte, ist Click & Meet für viele Kunden neu. Laut einer Erhebung des Mittelstand-Digital nutzten lediglich acht Prozent das Angebot, mit Termin einzukaufen. 17 Prozent bestellten Ware per Click & Collect und holten diese im Geschäft ab. Bei jungen Konsumenten zwischen 18 und 29 Jahren sind die Einkaufsmodelle beliebter: Rund 25 Prozent nutzen bereits das Angebot für Click & Collect, das Termin-Shopping wird mit 15 Prozent ebenfalls weniger nachgefragt. Die Personen aber, die bereits mit Termin einkaufen waren, zeigten sich damit sehr zufrieden. Die Kunden schätzen vor allem einen komfortablen und einfachen Anmeldungsprozess.
In der Erhebung zeigten sich außerdem erste Branchenunterschiede auf. Während Click & Meet vor allem in den Bereichen Mode, Wohnen und Einrichten beliebt ist, nutzen Kunden Click & Collect vor allem für Produkte aus den Sparten Freizeit und Hobby sowie Elektronik und Computer.
Für Händler bedeutet dies, dass es sich je nach Kundengruppe und Branche lohnen kann, Einkaufsmodelle wie Click & Meet sowie Click & Collect schnell und einfach verständlich aufzubauen. Daneben ist es inzwischen unerlässlich geworden, das eigene Geschäft in Online-Kanälen zu präsentieren und insbesondere die sozialen Medien für Kundenkontaktpflege, Produktpräsentation und die Einholung von Kundenfeedback zu nutzen.

Autor(in) Eliza Hahnenstein



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