SAZsport Experten 10.11.2017, 13:30 Uhr

E-Commerce – die Zukunft des Handels

Der E-Commerce gewinnt zunehmend an Stellenwert. Prognosen zufolge wird das Volumen bis 2020 jährlich um ca. 30 % in allen Bereichen steigen. Hersteller und Shop-Betreiber brauchen daher starke Logistikpartner und maßgeschneiderte Konzepte.
Günther Jocher, Vorstand Group7
Insbesondere im Sportartikelbereich gewinnt das Thema E-Commerce zunehmend an Bedeutung.
Wo früher noch die Konsumenten in ihre lokalen Sportgeschäfte gingen um sich mit den Artikeln ihrer Wahl auszustatten, werden jetzt von Ländern wie China, USA oder Australien aus in deutschen Webshops bestellt. Dabei spielen Lieferzeiten eine immer wichtigere Rolle.
Um der steigenden, globalen Nachfrage gerecht zu werden, brauchen die Hersteller und Shop-Betreiber daher starke Logistikpartner und maßgeschneiderte Konzepte für ihre Waren. Nach dem „Eine-Lösung-Für-Alles“-Prinzip zu arbeiten, ist bereits heute stark veraltet und zum Großteil nicht mehr umsetzbar. Was heutzutage benötigt wird, sind Partner, die proaktiv an Konzepten und Ideen arbeiten, um die globale Lieferketten so effizient und reibungslos wie nur möglich zu gestalten. Group7 hat diesen Trend bereits früh erkannt, weshalb derzeit das internationale E-Commerce-Drehkreuz in Frankfurt errichtet wird, welches 2018 in Betrieb gehen wird. Auf einer Gesamtfläche von rund 41.000 Quadratmetern wird ein hochmodernes, 25.500 Quadratmeter großes Multi-User Warehouse, sowie ein über 1.700 Quadratmeter großes Bürogebäude entstehen
Das neue Group7-Multi-User-Logistikzentrum in Frankfurt soll bald in Betrieb gehen.
(Quelle: Group7)
Selbstverständlich kann nicht jeder Karton einzeln in die ganze Welt versendet werden - das würde für die Verkäufer einen nichtkalkulierbaren finanziellen Mehraufwand darstellen. Sendungen müssen konsolidiert und möglichst kosten- und zeiteffizient in die jeweiligen Länder geschickt werden. Natürlich darf dabei die Lieferzeit nicht in den Hintergrund geraten, denn in einer schnelllebigen, internetdominierten Zeit wie der unsrigen werden die Konsumenten immer ungeduldiger. Selbst wenn ein Paket den halben Globus überqueren muss, wäre aus Sicht des Endverbrauchers eine Next-Day-Delivery wünschenswert.
 
Wo viel bestellt wird, wird jedoch auch viel zurückgeschickt, was eine der größten Herausforderungen des E-Commerce mit sich bringt. Da gerade Sportartikel nicht vorab auf Passform und Komfort geprüft werden können, werden Artikel teilweise in mehreren Größen oder Farbausführungen bestellt. Was nicht passt oder nicht gefällt, wird kurzerhand wieder zurückgeschickt. Dies verursacht eine erhebliche Retouren-Quote. Um von dieser nicht überkommen zu werden, muss man ein ausgefeiltes Logistikkonzept in der Hinterhand haben, welches zum Teil vor Ort eine neue Konfektionierung oder Aufbereitung umfasst oder alternativ ein B-Waren-Marketing oder Sonderaktionen für Ware mit kleinen Mängeln. Eine lokale Aufbereitung kann entgegen eines weltweiten Rückversandes an den Ursprungsort der Ware einen immens vorteilhaften Kosten- und Zeitfaktor mit sich bringen.



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