Klimaneutral bis 2025 07.08.2020, 11:55 Uhr

Millet setzt sich neue umwelt- und sozialstrategische Ziele

Unter dem Motto „Rising Change“ will Millet einen Beitrag dazu leisten, den aktuellen klimatischen Veränderungen gerecht zu werden. Der Bergsportspezialist hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, bis 2025 CO2-neutral zu sein.
Millet hat eigenen Angaben zufolge 2010 mit der Zertifizierung „Low Impact“, mit der nachhaltige Produkte gekennzeichnet werden, bereits einen Meilenstein gesetzt. Für die nächsten fünf Jahre forciert die Marke noch höher Ziele hinsichtlich Ethik und Nachhaltigkeit.
(Quelle: Millet )
Millet, französischer Hersteller von Bergsport- und Outdoor-Ausrüstung, folgt nach eigenen Angaben dem Grundsatz, jede Unternehmensentscheidung mit Respekt für künftige Generationen zu treffen. Nun will die Lafuma-Tochter angesichts der im Ökosystem Gebirge immer deutlicher zu Tage tretenden Folgen des Klimawandels (Bergstürze, Gletscherschmelze, Schneemangel, …), ihr Engagement in Sachen Klimaschutz noch weiter vorantreiben und stellt die neue Umwelt- und Sozialstrategie „Rising Change“ vor.
Im Fokus steht dabei die Reduzierung klimawirksamer Stoffe. Bis 2025 will Millet CO2-Neutralität erreichen. Darüber hinaus sollen durch die Entwicklung noch nachhaltigerer Produkte mit längerem Produktlebenszyklus schädliche Umwelt- und Sozialfolgen vermieden werden. Als objektiv messbare Zielsetzungen nennt Millet die Verarbeitung von 100 Prozent zertifizierten Materialien (Bluesign, Oeko-Tex etc.) bis 2025, den Verzicht auf den Einsatz von Chemikalien wie beispielsweise PFC sowie die ausschließliche Verwendung nachhaltiger Materialien aus recycelten, biobasierten oder biologischen Rohstoffen bis 2030.
Zudem will die Bergsportmarke auch die Produktionskette weiterentwickeln und sich zukünftig höhere Ansprüche in Bezug auf Ethik und Nachhaltigkeit setzen. Dazu gehöre beispielsweise mehr Transparenz im Bereich Verpackung und Transport von Produkten sowie ein größerer Fokus auf soziale Belange innerhalb der Fertigungsstätten. Millet verpflichtet sich, zeitnah Alternativen zur Verwendung von Polybeuteln zu finden, und will von 2022 an die Umweltbelastung durch Verpackungsmüll reduzieren. Zudem sollen bis 2023 alle Produktionsstätten durch unabhängige Organisation überprüft werden. Auch kürzere Transportwege werden angestrebt, insbesondere durch die unternehmenseigenen Fertigungsstätten in Ungarn (EU) und Tunesien.
Parallel zur neuen „Rising Change“-Strategie will Millet seine Aktivitäten auf Grundlage der internationalen B-Corp- Zertifizierung untersuchen lassen: Diese Zertifizierung wird von der US-amerikanischen Non-Profit-Organisation „B Lab“ an Unternehmen vergeben, deren Ziel es ist, einen Mehrwert für die Gesellschaft zu leisten und soziale und ökologische Probleme zu lösen.


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