Aus Steigfellen werden Hausschuhe 08.02.2019, 12:07 Uhr

Doghammer und Contour starten Upcycling Projekt

Doghammer, Hersteller von Outdoor-Sandalen, und die Skifell-Marke Contour haben ein Upcycling-Projekt ins Leben gerufen. Damit wollen sie den Beweis antreten, dass Firmen aus der Outdoor-Branche gemeinsam einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können.
Flauschig weich sind die "Hüttenschua" von Doghammer: Die Riemen sind aus Resten der Skisteigfell-Produktion gefertigt.
(Quelle: SAZsport )
Auf der Suche nach ausgefallenen und vor allem nachhaltigen Materialen ist der bayerische Sandalen-Spezialist Doghammer ins Gespräch mit Werner Koch, Geschäftsführer von Koch Alpin, gekommen. Der Produzent von Skisteigfellen der Marke Contour machte dem jungen Rosenheimer Unternehmen den Vorschlag, Verschnittreste aus der Fellproduktion zu verwenden, um neue Schuhe damit zu produzieren. Beim diesem sogenannten Upcycling werden bereits vorhandene Materialien, für die es eigentlich keinen Verwendungszweck mehr gibt, für die Herstellung neuer Produkte genutzt.
Bei der Produktion von Skisteigfellen bleiben viele Verschnittreste übrig, die bei Doghammer zu Riemen weiterverabeitet werden.
(Quelle: SAZsport)
Nach einer längeren Testphase ist es Doghammer nun gelungen, die Verschnittreste als Riemen seiner flauschigen Hausschuhe, die die Marke liebevoll „Hüttenschua“ nennt, einzusetzen. Neben den Vorteilen für die Umwelt durch das Upcycling gebe das Steigfell von Contour den „Schua auch einen einzigartigen Look“, hört man von den Rosenheimern.
„Es ist einfach wichtig, sich untereinander auszutauschen, und es bringt nichts, wenn jeder vor sich hintüftelt. Es gibt so viele Mittel und Wege seinen Beitrag für einen grünen Fußabdruck zu leisten , und auf diesem Weg zählt jeder Schritt!“, erklären die beiden Geschäftsführer Maximilian Hundhammer und Matthias Drexlmaier.
Doghammer wurde 2015 gegründet. Die beiden Gründer Hundhammer und Drexlmaier kamen auf die Idee, eine Outdoor-Sandale zu entwickeln, die auch im Gelände einen sicheren Halt bietet. Die Schuhe werden in Handarbeit in einer familiengeführten Schuhmanufaktur in Portugal und in Rosenheim in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung gefertigt. Das bayerische Unternehmen legt bei der Auswahl der Materialien großen Wert auf Natur- und Recyclingmaterialien mit einer Herkunft aus Europa. Ziel der Marke ist es, Schuhe zu fertigen, die keinen negativen Einfluss auf die Umwelt haben.


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