Teilweise Verlegung der Produktion nach Österreich 27.10.2020, 11:20 Uhr

Brand im Fischer-Werk in der Ukraine

Teile des Produktionswerks des Skiherstellers Fischer Sports in der Ukraine wurden durch einen Brand zerstört. Als Sofortmaßnahme weitet das österreichische Unternehmen die Produktion am Stammsitz in Ried im Innkreis aus.
Teile der Produktion des Skiherstellers Fischer werden aufgrund eines Brandes nun von der Ukraine zum Firmenstammsitz nach Ried im Innkreis verlagert.
(Quelle: Fischer Sports )
In der Nacht vom 11. auf den 12. Oktober kam es in mehreren Anlagen zur Skiproduktion von Fischer Sports in Mukachevo (Ukraine) zu einem Brand. Das genaue Ausmaß der Sachschäden werde derzeit ermittelt, Mitarbeiter oder andere Personen seien nicht zu Schaden gekommen, heißt es in einer Pressemitteilung des österreichischen Skiherstellers. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Produktion für Hockeyschläger sowie auf ein Bürogebäude verhindert werden. Das Unternehmen vermutet, dass der Brand aufgrund eines elektrischen Kurzschlusses entstanden sei.
Für die Auslieferung der Produkte für die Wintersaison 2020/21 gab Fischer jedoch Entwarnung: Über 90 Prozent aller vorbestellten Produkte seien bereits produziert worden und werden derzeit ausgeliefert. Rennski und andere Top-Produkte seien nicht vom dem durch den Brand entstandenen Produktionsausfall betroffen, da sie am Firmenstammsitz in Ried im Innkreis hergestellt werden. Auch die Produktion von Schuhen, Stöcken sowie anderen Produktsegmenten seien von dem Brand nicht beeinträchtigt worden. Um den Produktionsausfall aufzufangen, wird Fischer nun die Produktion im österreichischen Stammsitz ausweiten und Zusatzschichten an beiden Standorten einführen.
Seit 1988 führt Fischer das Produktionswerk in Mukachevo, das unter anderem dazu eingerichtet wurde, um den boomenden Markt in Osteuropa und Fernost zu bedienen. Seitdem hat sich der Standort zum wichtigen Standbein des Unternehmens entwickelt. Insgesamt beschäftigt Fischer hier aktuell rund 900 Mitarbeiter. Als letzter großer Skiproduzent in Österreich befindet sich die Marke noch heute zu 100 Prozent in Familienbesitz. Das Unternehmen erwirtschaftete im letzten Geschäftsjahr 2019/20 knapp 190 Mio. Euro Umsatz. In Ried im Innkreis sind 500 Mitarbeiter angestellt, davon 240 in der Produktion von hochwertigen Rennski.



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