Pläne für die Zeit nach der Corona-Krise 02.04.2020, 14:56 Uhr

Sport 2000 setzt sich mit Lieferanten an einen Tisch

Sport 2000 will jetzt für seine Händler und gemeinsam mit den Lieferanten die Weichen für die Zukunft stellen. Um Maßnahmen für die Zeit nach der Corona-Krise festzulegen, organisiert der Verband Round Tables mit seinen Industriepartnern.
(Quelle: Shutterstock / Dizfoto )
Am kommenden Freitag geht es los: Sport 2000 setzt sich gemeinsam mit den wichtigsten Marken aus dem Segment Running – unter anderem Asics, Brooks, New Balance, On Running und Saucony – an einen (virtuellen) Tisch. Dies wird der erste von insgesamt fünf Round Tables sein, bei denen die Mainhausener gemeinsam mit den Lieferanten Pläne für die Zeit der Wiedereröffnungen erarbeiten wollen. Für die anderen wichtigen Kategorien von Sport 2000 – Outdoor, Fitness/Training, Teamsport und Wintersport – sollen weitere Round Tables folgen.
Es ist eine eher ungewöhnliche Maßnahme, direkte Wettbewerber an einen Tisch zu bringen und gemeinsam Pläne zu erarbeiten, doch Markus Hupach, Geschäftsführer von Sport 2000, hält diese in der aktuellen Lage für unbedingt notwendig: „Neue Situationen erfordern neues Denken. Wir hoffen mit unseren Round-Tables hier den richtigen und wichtigen Anstoß zu geben, um in der Branche insgesamt etwas näher zusammen zu rücken.“ Und er fährt fort: „Wir sind alle Teil der Wertschöpfungskette und daher gleichermaßen von den Auswirkungen der Krise betroffen. Nur im Zusammenschluss werden wir es schaffen, die noch nie dagewesenen Herausforderungen zu meistern. Im Idealfall schaffen wir als Ergebnis einen gemeinschaftlichen Solidarpakt, von dem alle Seiten profitieren.“
Drei wichtige Fragestellungen stehen im Mittelpunkt der Gespräche: das Ordermanagement der anstehenden Saisons, Möglichkeiten zur Aktivierung der Konsumenten und die Krise als Chance. Hupach erläutert dazu: „Wir werden unter anderem die Fragen diskutieren, wie wir mit den geplanten Produkt-Launches und Produktlebenszyklen umgehen und inwiefern wir die Saisonstarts gemeinsam abstimmen können. Welche werden die besten Plattformen sein, um zukünftige Orderrunden abzudecken? Wie können die Innovationen und Mengen im Markt beziehungsweise noch in Lagern mit Qualität an den Endkonsumenten vermittelt werden?“ Dabei sei es der Mindestanspruch, jeweils gemeinsame Lösungen pro Kategorie zu finden. In einem optimalen Szenario könnten Lösungen für die Mehrheit der Branche erarbeitet werden. Denkbar sind für und in der Zeit nach dem Shutdown für Hupach auch gemeinsame Imagekampagnen mit den Lieferanten, um die Kunden, deren Drang nach Aktivität dann groß sein werde, durch gezielte und übergreifende Marketing-Maßnahmen in die Geschäfte der Sport-2000-Händler zu leiten.



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