Wegen 95 Prozent Umsatzverlust 27.01.2021, 12:36 Uhr

Intersport Austria schnürt neues Corona-Maßnahmenpaket

In Österreich leiden insbesondere die Sporthändler in den Tourismusregionen stark unter der Corona-Krise. Daher hat Intersport Austria nun weitere Maßnahmen beschlossen, um die angeschlossenen Händler zu unterstützen.
Thorsten Schmitz, Geschäftsfüher von Intersport Austria, sagt den österreichischen Intersport-Händlern umfangreiche Unterstützung zu.
(Quelle: Intersport Austria )
Aufgrund der Corona-Pandemie fällt die Wintersportsaison 2020/21 so gut wie aus. Besonders hart trifft dies Sporthändler in den österreichischen Tourismusregionen und solche, die auf Wintersport spezialisiert sind. Um Insolvenzen zu verhindern und Arbeitsplätze zu erhalten, hat Intersport Austria für die an den Verband angeschlossenen Händler nun ein umfangreiches Unterstützungspaket an den Start gebracht.
„Wir stehen zu 100 Prozent zu unseren mehr als 100 Intersport-Händlern in ganz Österreich und werden alles unternehmen, damit wir die Krise gemeinsam so gut wie möglich meistern. Aus diesem Grund haben wir ein umfassendes Maßnahmenpaket erarbeitet, das zu einer Entspannung der Gesamtsituation für unsere Mitglieder führen soll“, erklärt dazu Thorsten Schmitz, Geschäftsführer von Intersport Austria. „Entscheidend: Die Maßnahmen wirken sofort und dort, wo es notwendig ist: bei der Liquidität.“ Und damit sendet der Intersport-Chef auch eine klare Botschaft an Industrie und Politik.
Zentraler Punkt der Unterstützung vonseiten Intersports ist, dass sämtliche Warenlieferungen von Winterware aus dem Lager in Wels für zwölf Monate bis in das Jahr 2022 valutiert werden. Bis zu diesem Zeitpunkt sind für die Händler somit keine Zahlungen fällig. Dazu bietet Intersport seinen Mitgliedern auch Warenretouren an, die zu einer Entspannung der Situation vor Ort führen sollen. „Diese aktuellen Maßnahmen sind ein bedeutender Schritt, um die Geschäftsfähigkeit aller Intersport-Händler in ganz Österreich aufrechterhalten zu können“, erklärt Schmitz. Und er ergänzt: „Die Entscheidung zu den aktuellen Hilfsmaßnahmen ist uns rein menschlich leichtgefallen – denn schließlich ist es ja der Hauptzweck eines Verbundes, sich zu verbünden und verbinden, vor allem wenn es schwierig ist. Wirtschaftlich stellen die getroffenen Maßnahmen jedoch auch für uns als Gruppe eine große Herausforderung dar, die nicht einfach zu stemmen sein wird.“
Aktuell ist vor allem die Lage bei den Händlern in den Tourismusregionen besonders angespannt. Wegen der voraussichtlich über die gesamte Wintersaison ausbleibenden Touristen muss dort mit Umsatzrückgängen bis zu 95 Prozent gerechnet werden. Durch die Lockdowns sei laut Intersport Austria selbst eine mittelfristige Planung für die Händler undenkbar geworden. Kritisiert werden auch die zu zaghaften und zu langsamen Hilfen der Regierung.


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