Comeback im nordischen Bereich 03.02.2019, 08:00 Uhr

Kästle bekommt Produktionsstätte in Tschechien

Die Traditionsmarke Kästle ist im März 2018 von der tschechischen Firma ConsilSport übernommen worden. Nun erhält die österreichische Skimarke eine zweite Produktionsstätte, um die Serienproduktion anzukurbeln.
Der Firmensitz von Kästle in Hohenems bleibt weiterhin erhalten.
(Quelle: Kästle )
Bislang werden Ski von Kästle am Firmensitz im österreichischen Hohenems hergestellt. Das soll sich künftig zumindest teilweise ändern. Durch ein Re-Branding der Produktionsstätte in Nové Město na Moravě (Tschechien) weist der Mutterkonzern ConsilSport der Marke nun einen eigenen Fertigungsbetrieb zu.
Die neue Kastle CZ, a.s. verfügt über eine Produktionskapazität von 100.000 Paar Ski für Kästle und andere Marken der Unternehmensgruppe. Primär soll dort die Serienproduktion von Kästle angesiedelt sein. Daneben bleibt das Headquarter der Marke in Hohenems weiterhin bestehen. Die dortige Skimanufaktur wird vor allem für Forschung und Entwicklung sowie für die Fertigung von Kleinserien und Composite-teilen genutzt. Beispielsweise werden dort die Kunstbahn-Rodel der österreichischen Nationalmannschaft gebaut.
„Um die Kästle-Wachstumsziele im Premiumsegment zu erreichen, ist es wichtig, dass Kästle einen eigenen modernen Fertigungsbetrieb für die Serienproduktion erhält. Das ist durch das Re-Branding einer bestehenden Produktionsstätte in Nové Město na Moravě zu Kästle möglich“, erklärt Tomáš Němec, Gründer und Eigentümer von ConsilSport. „Ich freue mich, gemeinsam mit dem Kästle-Team in Hohenems den nächsten Gipfel am Wachstumskurs erklimmen zu können.“
Das Wachstum schiebt Kästle auch an anderen Stellen an. Auf der ISPO 2019 präsentiert die Marke insgesamt 28 neue Skimodelle. Außerdem feiert das Unternehmen mit drei neuen Langlauf-Modelllinien seine Rückkehr in den nordischen Bereich.
Markus Meister
(Quelle: Kästle)
Um das Wachstum weiter anzukurbeln, wurde außerdem Markus Meister zum International Business Developer von Kästle berufen. Der 42-Jährige zeichnet in dieser Funktion zugleich für das Produktmanagement im Bereich Langlauf und Springski verantwortlich. Meister bringt umfangreiche Erfahrung im Vertrieb von Langlaufprodukten mit. Unter anderem führte er rund fünf Jahre lang die Sportagentur Nordicsfitforlife und war bereits als Verkaufsleiter und Projektmanager Nordic für Powerslide tätig. Bei Amer Sports war er zwei Jahre als Category- & Produktmanager Amer Sports Nordic und weitere zwei Jahre als Commercial Manager Nordic WSE Zone beschäftigt. Aktuell kommt Meister von Holmenkol, wo er etwas über ein Jahr als Salesdirector Managing Business tätig war.



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