Neue Fußmesslösung 09.02.2018, 12:04 Uhr

FitStation will Running revolutionieren

Auf der ISPO haben die Unternehmen HP, Brooks und Superfeet erstmals ihre „FitStation“ vorgestellt. Damit können jetzt individualisierte Laufschuhe und Einlegesohlen angefertigt werden. Der Sporthandel in Europa muss darauf allerdings noch ein bisschen warten.
Die neue FitStation, powered by HP, setzt sich aus Computer, Scanner und Laufband zusammen.
(Quelle: Brooks )
Entwickelt wurde die FitStation von Hewlett Packard (HP). Dahinter verbirgt sich eine 3D-Druck-Lösung, womit kundenspezifische Laufschuhe und Einlegesohlen hergestellt werden können. Zuvor lässt sich der Kunde im Sporthandel seine Füße per 3D-Scanner vermessen, der mit acht Kameras ausgestattet ist. Nach dem dynamischen Gang über das 1 m lange Laufband verarbeitet der Computer diese Informationen und setzt sie in eine biomechanische Analyse um. Durch die gewonnenen Daten entsteht ein personalisiertes Profil, auf dessen Grundlage dann der Schuh und die Einlegesohle entstehen kann.
Als Exklusiv-Partner für ein Jahr ist die US-Marke Brooks mit an Bord, um die Versorgung mit Einlagen kümmert sich Hersteller Superfeet, gleichzeitig auch globaler Distributor der FitStation. Produziert wird der Laufschuh durch eine hochmodernes Verfahren, auf einer Maschine des Schuhmaschinen-Herstellers DESMA aus Achim bei Bremen.
Ihre Premiere erlebt die FitStation erst einmal auf dem US-Markt. Wie Carson Caprara, Director Global Footwear bei Brooks, gegenüber SAZsport erklärte, soll es in Europa dann Anfang des nächsten Jahres so weit sein. Für den Computer, den Scanner und das Laufband wird der Sporthandel mit monatlichen Kosten für das Leasing von rund 500 Euro zu rechnen haben. Die VK-Preise für einen Customized-Laufschuh der Marke Brooks stehen noch nicht fest. Frits Kuper, European Sales Director bei Superfeet, auf der Messe: „In Zukunft glauben wir, dass der Konsument immer mehr nach digitalen Lösungen in einem Sportgeschäft sucht. Wir haben in der Richtung schon Untersuchungen gemacht und denken, dass die Kunden 20 bis 25 % mehr für einen solchen Schuh bezahlen würden.“


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