1.000 Sportschuhe gestohlen 06.09.2017, 13:46 Uhr

Erneuter Einbruch bei einem Intersportler  

Ein oberbayerischer Sporthändler wurde innerhalb von wenigen Monaten gleich zweimal von Dieben heimgesucht. Nach einem Einbruch in Markt Schwaben entwendeten bislang unbekannte Täter 1.000 Paar hochwertige Sportschuhe aus der Heimstettener Filiale von Intersport Kipfelsberger.
(Quelle: Shutterstock/scecoret)
Intersport Kipfelsberger wurde Anfang September bereits zum zweiten Mal Opfer eines Einbruchs. In der Nacht zum 3. September verschafften sich ungebetene Gäste über einen Hintereingang Zutritt zu den Verkaufsräumen der Filiale im Räter-Einkaufszentrum (REZ). Die Täter nahmen ganz gezielt nur Laufschuhe, Berg- und Multifunktionsschuhe sowie Kinderschuhe von Topmarken mit. Geschäftsführer Magnus Kipfelsberger schätzt den Wert der ca. 1.000 Paar entwendeten Schuhe auf bis zu 80.000 Euro. „Vermutlich handelt es sich um die gleichen Täter wie beim Einbruch im Mai in der Markt Schwabener Filiale. Sie nahmen ganz gezielt bereits ausgepackte Topmodelle mit, die Schuhe in Kartons ließen sie zurück“, so der Händler gegenüber SAZsport. Leider konnten die Diebe zur Tatzeit aus dem Vollen schöpfen, da die Filiale im REZ nach einem Umbau am 7. September wiedereröffnet werden soll: Aus diesem Anlass hatte Kipfelsberger sein Sortiment erheblich aufgestockt. Die Wiedereröffnung kann jedoch wie geplant stattfinden, da der Händler die entstandenen Lücken in den Regalen durch Waren aus den anderen Filialen in Grafing, Markt Schwaben und Ebersberg ausgleichen konnte.
Weil in 29 Jahren nie eingebrochen wurde, war in der Filiale im RAZ keine Alarmanlage installiert. Das soll sich nun jedoch ändern: „Wir haben einen Spezialisten engagiert und werden auf jeden Fall in Zukunft die Geschäfte mehr absichern“, verrät Kipfelsberger.
Da zweimalige Einbrüche leider in letzter Zeit häufiger vorkommen, reagiert nun auch die Polizei auf diese geübten Wiederholungstäter: In Niedersachen starten die Polizeiinspektionen Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel sowie Wolfsburg aktuell ein Pilotprojekt mit einer App, die dabei helfen soll, Einbrüche zu verhindern. Mit der „PreMap" können die Polizisten erkennen, wo Einbrüche stattgefunden haben und wo aufgrund kriminologischer Ansätze die Wahrscheinlichkeit zukünftiger Taten am höchsten sein wird. Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, sagte hierzu: „Nachdem wir in Niedersachsen schon sehr gute Erfahrungen mit mobilen Endgeräten im Einsatz- und Streifendienst machen, war die Entwicklung von PreMap der nächste logische Schritt. Der Einsatz eines solchen Systems auf mobilen Endgeräten ist ein neuer, wichtiger Ansatz im Kampf gegen Einbrecher." Ebenfalls in Baden-Württemberg testet die Polizei seit 2015 ein Programm namens „Predictive Policing" (vorhersagende Polizeiarbeit), das Beamten bei der Evaluierung von potenziellen Einbruchszielen helfen soll.
 
 
 




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