Gemeinsam stärker 24.07.2018, 10:00 Uhr

Sabu und GMS kaufen zusammen Schuhe ein

Künftig muss nur noch ein Vertrag mit rund 2.500 Schuh-Fachhändlern unterschrieben werden: Die beiden Handelsverbände SABU und GMS haben beschlossen, zusammen einzukaufen.
Die SportXtreme-Geschäftsührer Thomas Schulte-Huermann (l.) und Dr. Karsten Niehus kaufen nun zusammen mit der Sabu Sportschuhe ein.
(Quelle: SportXtreme )
Die Sabu Schuh & Marketing GmbH (Heilbronn) und die GMS Verbund GmbH
 (Köln) werden bereits von der gleichen Bank zentralreguliert, jetzt haben sie beschlossen, in Fragen der Warenversorgung zukünftig ebenfalls gemeinsame Wege zu gehen.
„Ziel ist es, durch die Zusammenlegung von Aktivitäten den Aufwand für alle Beteiligten zu reduzieren und zugleich für die angeschlossenen Fachhändler bessere Angebote zu schaffen“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Da beide Verbundgruppen bereits über die RSB Retail+Service Bank GmbH in Kornwestheim zentralregulieren, lassen sich Prozesse optimieren und Doppelarbeit vermeiden. Lieferanten müssen künftig nur noch einen Vertrag verhandeln, um mit 2.500 Fachhändlern zusammenzuarbeiten. Zentralregulierung, Prozesse und Schnittstellen werden so für alle Beteiligten vereinfacht. Auch die Zusammenarbeit mit Sekundär-Lieferanten wie Versicherungen, Zahlungssystemanbietern, Wirtschaftsherstellern, Finanzdienstleistern oder Anbietern von Archivierungslösungen etc. werde mittelfristig nicht ausgeschlossen.
„Wir haben damit einen wichtigen Schritt im Sinne unserer Fachhändler getan und denken, dass dies allen zugutekommen wird“, erklären Sabu-Geschäftsführer Stephan Krug und GMS Geschäftsführer Thomas Schulte-Huermann unisono. An der Sabu ist bekanntlich die Intersport, zu 50 % beteiligt, und im GMS-Verbund ist der Sporthandelsverband SportXtreme organisiert: Werden auch diese Verbände oder gar der Einkauf zusammengelegt? „Nein, es werden keine Abteilungen zusammengelegt. Es geht lediglich darum, die bestmöglichen Konditionen für unsere Händler zu erzielen. Das betrifft also die bestehenden Schuhlieferanten und wir wollen auch neue bekommen. Sportlieferanten sind davon nicht betroffen“, erklärt Pressesprecherin Angelika Dunda Schubert auf SAZsport-Anfrage. Somit ist eine Zusammenarbeit zwischen der Intersport und der SportXtreme mit diesem Bündnis nicht vorgesehen.
Die Umsatzentwicklung der Sabu lag im ersten Halbjahr rund 4 % über dem Vorjahreszeitraum und erzielte ein Zentralregulierungsvolumen von 175,4 Mio. Euro (Vorjahr 168,8 Mio. Euro). Die positive Umsatzentwicklung sei im Wesentlichen auf das organische Wachstum bestehender, prosperierender Mitglieder aller Geschäfts- und Umsatzgrößen zurückzuführen.
Das erste Halbjahr 2018 war im Schuhfachhandel von Wetter- und Umsatzextremen geprägt, im Durchschnitt verzeichneten die rund 750 Sabu-Mitglieder (mit rund 1.100 Verkaufsstellen) ein aufgelaufenes Umsatzminus von 6 % und lagen somit im Branchentrend.
„Der Schuhfachhandel steht erneut vor einer herausfordernden zweiten Jahreshälfte. Die schnellen Veränderungen des Marktes machen eine vorausschauende Saisonplanung waren-, personal- oder marketingseitig immer schwerer. Wir rechnen deshalb für das zweite Halbjahr mit einem Umsatzverlauf in der Zentralregulierung auf Vorjahresniveau“, erklärt Sabu-Geschäftsführer Stephan Krug: Die Sabu gehört zu den größten Verbundgruppen des Schuhfachhandels mit einem Einzelhandelsumsatz, der sich der Milliardengrenze annähert, somit werde rund jeder 10. Euro für Schuhe bei einem Sabu-Mitgliedsgeschäft ausgegeben.



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