Zukunftskongress blickte auf Sportmarkt 10.11.2017, 11:09 Uhr

„Online ist Pflicht!“

Auf dem Zukunftskongress der Rid-Stiftung warnten Handelsexperten davor, sich der Digitalisierung zu verschließen, und gaben praktische Tipps für die Umsetzung. Unter den Finalisten für den mit 10.000 Euro dotierten Innovationspreis waren auch Sporthändler, die jetzt als sehr innovative Hersteller den Markt für Skischuhe aufmischen könnten.
Die ersten Statements auf dem diesjährigen Rid-Zukunftskongress „Einzelhandel reloaded“ ließen die rund 400 Teilnehmer, darunter auch einige Sporthändler, aufhorchen: Josef Pschierer, Staatssekretär für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie wies auf ein EU-Urteil hin, demzufolge Amazon rund 250 Mio. Euro Steuern nachzahlen müsse. Es sei ein „Skandal“, dass von ausländischen Konzerne jede Möglichkeit genutzt werde, um Steuern zu vermeiden. „Den kleinen Händler zu gängeln und den Großen durchzulassen“, das sei nicht seine Devise. „Als Politiker kann man das Leben eines Einzelhändlers vereinfachen oder erschweren“, so Pschierer. Das Thema Digitalisierung sei ein Schwerpunkt der künftigen politischen Agenda. Im Fonds für den Digitalbonus seien 100 Mio. Euro – aber nur jede sechste Anfrage komme von einem Händler. Mehrere hundert Mio. Euro werden in die Modernisierung der Städte gepumpt - aber was wenn dahinter kein Leben ist, gab Pschierer zu bedenken.
Joachim Stumpf, Geschäftsführer der BBE Handelsberatung, eröffnete seine Keynote mit den Worten: „Im deutschen Einzelhandel gibt es kein Flächenwachstum mehr, dafür aber ein Umsatzwachstum, nur das findet fast ausschließlich online statt. Hier schwächt sich das Wachstum ab, aber es ist noch immer zweistellig.“

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