Nike übersieht den „mittelmäßigen“ Händler 20.03.2018, 12:15 Uhr

Serie Big Brands: So sieht der Handel Nike

Entwickle dich weiter oder du bist raus: So kam die Botschaft von Nike im Handel an, als der Sportriese vor Investoren verkündete, er werde sich bei seinen 30.000 Händlern künftig nur noch auf 40 konzentrieren
Nike reduziert die Zahl seiner Händler weltweit von 30.000 (mit rund 110.000 Verkaufsstellen) auf 40. So berichteten US-Medien vom Investorentag am Hauptsitz in Portland. Viele Zeitungen zitierten dabei das „Portland Business Journal“, doch das musste seinen ursprünglichen Text korrigieren. Nike stellte klar, dass nicht beabsichtigt sei, nur noch 40 Händler zu beliefern. Vielmehr gehe es darum, sich bei Investitionen und Ressourcen für Nike-Flächen sowie bei spe­ziellen Kollaborationen in Zukunft auf 40 strategische Handelspartner zu konzen­trieren, darunter zum Beispiel Footlocker, JD Sports, Amazon und Zalando.
Wer die Diskussion am Investorentag mitverfolgte, erfuhr auch, wie sich Nike von den anderen 30.000 Händlern „in ­geordneter Weise wegbewegen“ werde: indem exklusive Produkte, Marketing, Personal und Ressourcen eben den 40 „differenzierten Händlern“ zur Verfügung gestellt werden und nicht mehr den mittelmäßigen, „undifferenzierten Händlern“, die bis dato noch 60 % des Umsatzes in den USA einbringen. In den nächsten fünf Jahren soll ihr Anteil auf 20 % sinken. „Undifferenzierte, mittelmäßige Händler werden nicht überleben“, erklärte dazu Nike-CEO Mark Parker.

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