Sogar Membranen können aus Recycling-Material hergestellt werden 10.05.2019, 07:55 Uhr

Jack Wolfskin ist bei Textilien zu 100 Prozent PFC-frei

Mit raschen Schritten baut Jack Wolfskin sein Engagement in Sachen Nachhaltigkeit aus. Mit der aktuellen Kollektion ist bereits das für 2020 gesteckte Ziel erreicht, Bekleidung zu 100 Prozent PFC-frei zu produzieren.
Mit raschen Schritten baut Jack Wolfskin sein Engagement in Sachen Nachhaltigkeit aus. So ist mit der Kollektion Sommer 2019, die derzeit im Handel ist, das eigentlich für 2020 gesteckte Ziel erreicht, Bekleidung zu 100 % PFC-frei zu produzieren. Anlass genug, die nachhaltigen Schritte näher zu betrachten. Mit seiner „Texapore Ecosphere“-Technologie hatte das Idsteiner Outdoor-Unternehmen im Sommer 2018 als erster Bekleidungshersteller eine absolute Innovation auf dem Outdoor-Markt lanciert – eine Jackenkollektion, die aus einer zu 100 % recycelten Membran, zu 100 % recyceltem Oberstoff und zu 100 % recyceltem Innenfutter hergestellt wird. Dieses Konzept wurde für Winter 2018/19 weiter ausgebaut: Zu 100 % recycelte Fasern werden seitdem auch im Fleece-Bereich sowie bei synthetischen Isolierungsfasern eingesetzt. In der Sommerkollektion 2019 kommen vollständig recycelte Materialien zum ersten Mal auch in 2,5- und 3-Lagen-­Jacken und bei Hosen zum Einsatz. Und auch einen wichtigen Meilenstein feiert das Unternehmen im Sommer 2019: Die gesamte Bekleidungs-, Rucksack- und Taschenkollektion ist zu 100 % frei von PFC.

Sogar die Membran ist recycelt

Für die Winterkollektion 2019/20 wurde das Thema Nachhaltigkeit konsequent auf weitere Bereiche ausgedehnt, indem bei vielen Styles auch Reißverschlüsse, Knöpfe und Plastikverpackungen für den Transport aus vollständig wiederverwerteten Materialien verwendet werden. ­Insgesamt gibt es im Winter 2019/20 bereits 64 Styles für Frauen, ­Männer und Kinder, deren Hauptmaterialien vollständig aus recycelten Materialien für Oberstoff, Membrane und Futter bestehen.
Daniele Grasso, Director Apparel
(Quelle: Jack Wolfskin)
Dazu erklärt Daniele Grasso, Director Apparel bei Jack Wolfskin: „Besonders nennenswert ist unsere weltweit erste zu 100 % recycelte sowie hochfunktionale PES-Membran. Sie enthält neben dem Pre-Consumer-Recycling zusätzlich sogar 15 % recyceltes Material, welches aus dem PET-Post-Consumer-Recyclingprozess stammt. Pilot-Styles mit dieser Membran sind bereits in der Kollektion Winter 2019 integriert. Ab der Kollektion Sommer 2020 rollen wir diese Membran auf die gesamte Texapore Ecosphere Serie aus.“ Als weitere nachhaltige Maßnahme ­verwendet Jack Wolfskin für seine Produkte außerdem nachwachsende Rohstoffe, wie zum Beispiel Biobaumwolle, Wolle, zertifizierte Daune sowie Tencel.

Wassereinsparung durch besondere ­Färbemethoden

Wasser- und Energieeinsparungen sind ebenfalls wichtige Punkte für Jack Wolfskin. Sie werden durch die Bluesign-Richtlinien sowie durch die Solution Dye Technology erreicht. Daniele Grasso: „Die Solution Dye Technology verwenden wir bereits seit mehreren Saisons im Shirt-Bereich. Sie ist ein sogenanntes Masterbatch-Verfahren. Hier werden bereits die Polyester-Chips mit Farbe ergänzt, dann werden die Garne entsprechend gesponnen und daraus wiederum das Textil gewebt oder gestrickt. Ab der Kollektion für Sommer 2020 werden wir dieses Färbeverfahren großflächig auf den Futterstoff-Bereich übertragen. Darauf aufbauend werden wir weitere Lagen in den kommenden Saisons lancieren.“

Keine Chance für Mikroplastik-Verschmutzung

Jack Wolfskin engagiert sich auch rund um das Thema Mikroplastik. Daniele Grasso: „Wir haben seit Winter 2017 den Guppy-Friend-Waschbeutel mit im Sortiment und geben unseren Kunden so die Möglichkeit, die bei der Wäsche ausgetragenen Fasern zu sammeln, und über den Hausmüll zu entsorgen. Damit kommen die Fasern nicht mehr in die Flüsse und Weltmeere. Eine super Sache, wie wir finden.“ Zusätzlich ist Jack Wolfskin im Fieldtesting für alternative Materialien im Bereich Midlayer und Insulation aktiv. Seit Januar 2019 ist „die Tatze“ Mitglied des Microfibre Consortium. Mit dem Outdoor Industry Microfibre Consortium setzt sich die European Outdoor Group (EOG) mit dem Thema Mikro­faserbelastung auseinander. Gemeinsam arbeiten große Marken, der Forschungspartner Biov8tion und die University of Leeds an einer Roadmap für mehr Nachhaltigkeit.
Und auch in Sachen soziale Verpflichtung ist Jack Wolfskin vorne mit dabei. Seit 2010 Mitglied der Fair Wear Foundation, hat das Unternehmen bereits einige Jahre in Folge den Leader Status inne.

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