Serie Hot Brands 13.06.2019, 06:00 Uhr

Dean Polic über den Erfolg von Fjällräven

Die SAZsport-Ausgabe 13 vom 11. Juni beschäftigt sich mit den "Hot Brands" in unserer Branche. Wir stellen in einer kurzen Serie einzelne Aufsteiger vor und beleuchten die Erfolgsfaktoren. Den Anfang macht Fjällräven.
Dean Polic über die Erfolgsgründe seiner Marke Fjällräven.
(Quelle: Fjällräven )
SAZsport: Wie erklären Sie sich, dass Fjällräven im Lieferantenranking von Intersport im Jahr 2017 auf 2018 von Platz 16 auf 13 gestiegen ist?
Dean Polic: In den letzten Jahren erfahren wir eine zunehmende Nachfrage rund um die Marke Fjällräven. Dies zeigt sich auch in unserer Studie zur Markenbekanntheit, bei der wir uns in den letzten drei Jahren um mehr als fünf Prozent steigern konnten. Unsere Geschäftsbeziehungen sind gut und unser Sortiment trifft den Zeitgeist. Zudem hat unsere Marke starke nachhaltige Konzepte – sowohl im Hinblick auf unsere Kunden als auch innerhalb des Unternehmens.
SAZsport: Was macht eine und Ihre Brand "hot" für den Händler auf der einen und den Konsumenten auf der anderen Seite?
Polic: Als zeitlose Marke mit einem nachhaltigen Designkonzept – übrigens seit Gründerzeit – sehen wir uns vielmehr als zuverlässiger und glaubhafter Partner, der die richtige Ausrüstung und Bekleidung herstellt, um im Freien unterwegs zu sein – wir möchten möglichst viele Menschen dazu inspirieren, die Natur zu genießen, sie zu schätzen und sich dadurch für deren Schutz und Erhalt einzusetzen. Bei unseren Zielgruppen und unseren Geschäftspartnern überzeugen wir mit qualitativ hochwertigen Produkten, einem zeitlosen Design, unserer schwedischen Herkunft und der Tatsache, dass Nachhaltigkeit bei uns die Grundlage für alles ist, was wir tun. Zudem steigt unsere Markenbekanntheit – wie unsere jüngste Studie zur Markenbekanntheit und -begehrlichkeit zeigt – und damit auch die Nachfrage bzw. Relevanz bei unseren Endkunden und Kunden. 
SAZsport: Welche Rolle spielt dabei das Produkt, die Kommunikation und der Vertrieb, um Begehrlichkeit zu wecken?
Der Klassiker: Insbesondere der Kånken-Rucksack von Fjällräven sorgt für gute Umsätze.
(Quelle: Globetrotter)
Polic:
Wir nutzen dabei verschiedene Ansätze. Zum einen argumentieren wir Vorteile zur Schaffung von USPs, indem wir starke Produktmerkmale hervorheben, die Vorteile beschreiben und daraus den Kundennutzen ableiten, wie z.B. unser G-1000. Zum anderen stellen wir unsere Markenwerte heraus: Unsere Produkte schaffen mit ihrem einzigartigen, zeitlosen und nachhaltigen Design Begehrlichkeiten. Wir halten nach wie vor an der Vision von Fjällrävens Gründer fest, Outdoor-Ausrüstung zu entwickeln, um mehr Menschen zu ermöglichen, die Natur uneingeschränkt zu genießen. Unsere Zielgruppe möchte sich zu hundert Prozent mit uns identifizieren können – und wir sind authentisch. Auch in unseren Geschäftsbeziehungen legen wir großen Wert auf eine langfristige, ehrliche, substanzielle und für beide Seiten gewinnbringende partnerschaftliche Zusammenarbeit. Außerdem muss die Vertriebspolitik ständig und laufend angepasst und weiterentwickelt werden. Im Zeitalter der Digitalisierung und der Globalisierung dreht sich das Geschäft so schnell, dass wir unsere Distributionspolitik als lernende Einheit entwickeln und noch eher erkennen müssen, was uns langfristig weiterbringt und was nicht. 
SAZsport: Wie gut ist der Handel in der Lage, Ihre Marke aufzuladen im Vergleich zu einer Nachfrage, die Sie über die direkte Kommunikation via Social Media und Influencer erzielen?
Nachhaltig wasser- und schmutzabweisend: Wachsen und Bügeln macht die G-1000 von Fjällräven wieder gegen jede Witterung beständig.
(Quelle: Fjällräven)
Polic:
Wenn es darum geht, unsere Marke aufzuladen, sehen wir Handel und Social Media als gleich stark an. Zum einen erlangen wir durch Social-Media-Aktivitäten eine hohe Reichweite, die wiederum die Markenbegehrlichkeit erhöht, zum anderen unterstützen wir den Handel mit einem hervorragenden Retail-Konzept und entsprechenden Maßnahmen, sodass auch dort ein starkes Markenbild vermittelt wird. Wir sehen diese Art der Interaktion mit den Kunden folglich als Zusammenspiel an.
SAZsport: Welche Faktoren sollte der Händler erfüllen, um für Fjällräven ein begehrter Partner zu sein?
Polic: Wir bei Fjällräven begleiten unsere wichtigsten Geschäftspartner über die komplette Wertschöpfungskette hinweg. Dabei achten wir zunehmend auch auf eine relevante Kundenansprache, beispielsweise in Bezug auf Warenpräsentation und Markenumfeld. Deshalb unterstützen wir relevante Händler mit ausgewogenen und nachhaltigen Sales- und Marketingkonzepten. Händler, die unsere Kriterien-Katalog erfüllen, betreuen wir mit erhöhter Relevanz und achten dabei zunehmend auf unser Markenprofil.

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