Positive Entwicklung 06.09.2019, 10:29 Uhr

So können Händler noch mehr vom Einlagenverkauf profitieren

„Die Entscheider haben es verstanden“ – das führen Hersteller als Grund für die positive Entwicklung von Einlegesohlen an. Potenzial liegt weiterhin in der Individualisierung. Dazu sind Schulungen unerlässlich.
Eine "positive Entwicklung" bestätigen alle wichtigen Lieferanten von Einlegesohlen. Das kleine, platzsparende Sortiment überzeugt immer mehr dadurch, dass es Zusatzverkäufe ermöglicht und dass es wegen der notwendigen Beratung für den stationären Fachhandel prädestiniert ist. Im Forum sprach SAZsport mit den wichtigsten Lieferanten.
SAZsport fragt:
  1. Wie läuft aktuell der Verkauf von Einlegesohlen und für welche Sportarten ist die Nachfrage der Kunden am größten?
  2. Welche Innovationen und Technologien gibt es derzeit beim Sortiment?
Fazit:
Dem Handel ist klar geworden, dass Einlegesohlen enormes Potenzial haben. Das A und O ist die Weiterbildung des Personals.
Markus Moller, Bauerfeind
  1. Wir sehen großes Potenzial im Einlagenverkauf, da Sportler immer häufiger aktiv nach individueller, sportartspezifischer Unterstützung suchen, beispielsweise nach Einlagen, die ihre Füße gleichzeitig stützen, dämpfen und in der Bewegung führen. Diese werden dank aktiver Beratung im Sportfachhandel stetig mehr nachgefragt. Innerhalb unserer „Sports Insoles“-Line bieten wir verschiedene, speziell an die Bedürfnisse der Sportler angepasste Einlagen an. Sie wurden für das Laufen, Wandern und Walken, für schnelle Richtungs- und Bewegungsänderungen bei Ballsportarten und für mehr Komfort beim Skifahren und Skaten entwickelt.
  2. Alle Einlagen besitzen dank der Weightflex-Technologie einen einzigartigen Aufbau. Das flexible X-förmige Zweikomponenten-Modul im Einlagenkern erzeugt einen Kräfteaustausch, der die Beweglichkeit der Füße und ihr natürliches Abrollverhalten positiv beeinflusst. Die Entwicklung der Sporteinlagen basiert auf dem medizinischen Know-how von Bauerfeind, denn die Weightflex-Technologie ist als Herzstück auch in verschiedenen orthopädischen Einlagen integriert.
Daniela Nies, BNS Bergal Nico Solitaire
  1. Bei uns zeigt das Sortiment der Ein­legesohlen insgesamt eine positive Entwicklung. Insbesondere die Sohlen, die gezielt zur Entlastung von Gelenken und Bändern beitragen, sind erfolgreich und werden zunehmend nachgefragt und gekauft. Die professionelle Beratung durch das Personal im Fachhandel vor Ort wirkt sich nach wie vor positiv auf die Kaufentscheidung des Endkonsumenten aus. Daher setzen wir unseren Fokus auf die qualitative Schulung des Verkaufspersonals.
  2. Technologien, die speziell auf die verschiedenen Bedürfnisse von Sportlern und Sportarten hin entwickelt wurden, sind das Herzstück jeder Einlegesohle. Dabei liegt jeder Technologie eine Funktion zugrunde, die den ambitionierten Sportler optimal unterstützt. Besonders hervorheben möchten wir die EnergyRebound Technology. Bei dieser verfügt das Material über eine spezielle Konstruktion, die für eine extreme Dämpfung bei einer gleichzeitig maximalen Energierückgewinnung sorgt. Die Kraft wird an den Fuß zurückgegeben und der Sportler ist bereit für den nächsten Abstoß. 
Peter Hölzer, Bootdoc
  1. Die Verkaufsentwicklung bei den Einlegesohlen ist bei Bootdoc positiv. Der stationäre Handel legt immer mehr Wert auf Artikel, die individualisiert werden können, um sich vom Internet abzuheben. Hauptabsatzmärkte im Bereich Einlegesohlen sind Wintersport, Outdoor und Running.
  2. Durch das 3A-Prinzip von Bootdoc (Analyse, Auswahl, Anpassung) bieten wir dem Handel immer bessere Geräte an. Im Bereich Analyse haben wir mit unserem 3D-Scanner die Möglichkeit, die Füße dreidimensional darzustellen und alle wich­tigen Daten rund um den Fuß dem Kunden am Bildschirm zu erklären. Auch in der ­Anpassung ist der Händler mit unserem neuen Auto-Fit-Gerät in der Lage, innerhalb von fünf Minuten perfekt angepasste Einlagen zu erstellen. Die Sohlenmodelle werden ebenfalls ständig weiterentwickelt, hier wird immer mehr Wert auf natürliche Materialien gelegt, wie beispielsweise Merinowolle, Kork oder Leder.
Björn Gustafsson, Currex
  1. Wir erleben das Jahr 2019 äußerst positiv. Der Markt erkennt die Chancen und das enorme Potenzial. Unsere Gespräche haben sich vom „Warum Insoles“ hin zu „Wie viel Insoles“ geändert. Das heißt: Die Entscheider am PoS haben es verstanden. Bei einigen Partnern stehen wir vom Umsatz im Abverkauf unter den Top 10 der Lieferanten. Running und Outdoor sind die absoluten Renner. Wir bieten für acht Kernsportarten spezifische Insole-Konzepte an, ohne dabei unser Kern-USP – die Individualisierung der Fußtypen – zu verlassen.
  2. Unsere Hauptinnovation ist der Prozess der Vermessung und das Plus an Beratung. Hierzu bieten wir ein digitales und dynamisches Druckmesssystem zur ganzheitlichen Analyse der Fußbewegung an. Für den Outdoor- und Running-Schuhmarkt haben wir darin die kompletten ­Datenbanken aller Hersteller mit Vermessungsdaten. Lagerschnittstellen zur fast allen Warenwirtschaftssystemen sorgen für die passgenaue Ausspielung des richtigen Schuhs.
Marko Zschinzsch, Sidas
  1. Wir sehen eine positive Entwicklung. Die Händler haben verstanden, dass ihre Kompetenz durch den Sohlenverkauf gesteigert wird, mehr Artikel pro Bon und gute Margen erzielt werden können. Grundlage für den guten Verkauf ist die gezielte Aus- und Weiterbildung des Personals auf der Fläche durch die Sidas Academy. Die Bereiche Outdoor, Running und Ski sind besonders gefragt.
  2. Die Gewinnung von Kundendaten, gepaart mit der Generierung von einzigartigen Einkaufserlebnissen, wird einen immer wichtigeren Stellenwert einnehmen. Mit dem „Dynamic Strike Sensor“ (DSS) stellt Sidas ein neues Fußanalyse-Tool vor: Der DSS wird einfach an den Schnürsenkel geclippt und misst die Veränderung des Fußes während der Bewegung. So kann die Analyse digital in den natürlichen Lauf integriert werden. Möglich sind kurze oder längere Einheiten.

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