Auch Intersport-Mitglieder können einsteigen 06.06.2019, 16:21 Uhr

Voswinkel steht zum Verkauf

Die insolvente Handelskette Voswinkel, Tochter der Intersport, sucht nach einem neuen Eigentümer für ihre 74 Filialen. Interessenten können ihr Angebot bis zum 17. Juli abgeben.
Im Rahmen des Insolvenzverfahrens, das Voswinkel in Eigenregie eröffnet hatte, wurde ein sogenannter M&A-Prozess (M = Mergers = Fusionen, A = Acquisitions = Akquisitionen) angestoßen, der potenziellen Interessenten die Möglichkeit bietet, das gesamte Unternehmen oder Teile dedavonssen zu erwerben. Ihr Angebot abgeben können neben Investoren und anderen Handelsketten auch die Mitglieder von Intersport. „Die Voswinkel-Geschäftsführung hat uns am 5. Juni gebeten, die Mitglieder mit einem Schreiben über diesen Prozess zu informieren, weil wir natürlich auch unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben wollen, ihr Interesse zu hinterlegen und einzusteigen, sollten sie an einem oder mehreren Standorten interessiert sein. Parallel dazu ist die Firma Restrukturierungspartner aus Berlin, die den M&A-Prozess steuert, an potenzielle Kandidaten aus ihrem Pool herangetreten“, erklärt Michael Steinhauser, Leiter Unternehmenskommunikation der Intersport Deutschland.
Die „Bewerbungsfrist“ läuft bis zum 17. Juli, was sowohl für Intersport-Händler als auch mögliche Investoren beziehungsweise Käufer gilt. Auf die Frage, ob sich Intersport vorstellen könne, den einen oder anderen Standort, der zur Zufriedenheit gelaufen sei, doch selbst weiterzuführen, meint Steinhauser: „Das liegt nicht mehr in unserer Hand. Mit Beginn des Schutzschirmverfahrens haben die Geschäftsführung von Voswinkel und der Sachwalter gemeinsam die Aufgabe, den Insolvenzplan zu erarbeiten und diese Bewertungen vorzunehmen.“ Ungeachtet dessen glaubt der Unternehmenssprecher, dass Voswinkel als Handelsmarke eine Zukunft hat. „Wenn man das nicht tun würde, dann hätte man sich das gesamte Verfahren sparen können“, betont er.
Voswinkel hat 16 Jahre lang zur Intersport Deutschland gehört. 2017 erwirtschaftete der Filialist einen Umsatz von 146 Mio. Euro, im vergangenen Geschäftsjahr war dieser um knapp fünf Prozent auf 139 Mio. Euro gesunken.

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