Mehr Bezug zur Region und zur Familie 07.06.2019, 10:33 Uhr

Alles neu bei Intersport Fischer

Der größte Sporthändler im österreichischen Vorarlberg hat seit Kurzem einen neuen Namen: Intersport Montafon, Bürs, Feldkirch, Rankweil und Dornbirn wurde zu Intersport Fischer. Mehrheitsgesellschafter Erhard Fischer spricht über die Hintergründe dieser Umfirmierung.
Anfang April eröffnete Intersport Fischer auf 1.000 Quadratmetern in Feldkirch. Der Sortiments-Schwerpunkt soll hier auf Outdoor, Mode und Schuhen liegen.
(Quelle: Intersport Fischer )
Mit insgesamt fast 10.000 Quadratmetern Verkaufsfläche, 170 Mitarbeitern und 17 Lehrlingen ist Intersport Fischer laut eigenen Angaben der größte Anbieter von Sportartikeln in Vorarlberg und zählt zudem zu den fünf größten Intersport-Händlern Österreichs. Erhard Fischer hatte nach seiner Tätigkeit als Unternehmensberater das Sportgeschäft 2004 unter dem Namen Intersport Montafon gegründet und im Laufe der Jahre zu einer florierenden Filialkette aufgebaut, die 2018 einen Umsatz von 25,8 Mio. Euro erwirtschaftete. Als Anfang April 2019 zu den bestehenden Filialen in Schruns, Bürs, Rankweil und Dornbirn ein weiteres Geschäft in Feldkirch hinzukam, wurde eine einheitliche Umfirmierung mit dem Namen Intersport Fischer vorgenommen.
 
SAZsport: Herr Fischer, welche Gründe stecken hinter der Umfirmierung Ihres Unternehmens?  
 
Erhard Fischer: Wir hatten vor der Eröffnung in Feldkirch jede Filiale nach ihrem jeweiligen Standort benannt: Also Intersport Schruns, Bürs, Rankweil und Dornbirn. Marketingmäßig wurde es jedoch immer schwieriger, da diese Ortsbezeichnungen eine gewisse Anonymität und keine richtige Werbewirksamkeit hatten. Man wusste nicht so richtig, wer eigentlich hinter diesen Namen steckt. Daher wollten mein Teilhaber Tobias Stergiotis und ich dem Ganzen nach außen eine klare Identität geben: Hier stehen zwei Vorarlberger Familien dahinter, die bodenständig sind und Arbeitsplätze in der Region schaffen. Unter dem Dach der Intersport-Gruppe nehmen wir zwar im Hintergrund bestimmte Dienstleistungen in Anspruch, doch wir sind und bleiben eine eigenständige Unternehmensgruppe. Als wir dann die fünfte Filiale in Feldkirch eröffnen wollten und mittlerweile auch meine Söhne ins Unternehmen eingetreten sind, haben wir entschieden, dass wir auf Intersport Fischer umfirmieren. Diese Entscheidung haben mein Partner Stergiotis und ich gemeinsam getroffen. Durch den Namenwechsel haben wir einen noch größeren Bezug zu unserem regionalen Familienunternehmen erzeugt.
 
Erhard Fischer hat das Sportgeschäft 2004 unter dem Namen Intersport Montafon gegründet und im Laufe der Jahre zu einer florierenden Filialkette aufgebaut, die 2018 einen Umsatz von 25,8 Mio. Euro erwirtschaftete.
(Quelle: Udo Mittelberger)

SAZsport: Welche Aufgaben haben Ihre Söhne innerhalb des Unternehmens?
 
Fischer: Mein älterer Sohn Mario ist seit Kurzem für den Gesamtbereich Einkauf zuständig, da der bisherige Einkaufsleiter Bernd Montibeller Ende 2019 in Pension gehen wird. Mein jüngerer Sohn Michael ist vor einem halben Jahr nach seinem Betriebswirtschaftsstudium zu uns gekommen und wird im Bereich Personal tätig sein. Beide Söhne haben bereits während ihrer Studienzeit in den Ferien im Geschäft mitgearbeitet. Ich musste keinen von ihnen ausdrücklich fragen, ob sie mitmachen wollen, sondern sie haben diese Entscheidung von sich aus getroffen.  Das war für mich ein positives Zeichen, weil ich keine Überzeugungsarbeit leisten musste. Da ich bereits 67 Jahre alt bin, will ich noch etwa drei Jahre  operativ tätig sein und danach das Unternehmen an meine Söhne weitergeben.
 
SAZsport: Was ist das Besondere an Ihrem Familienunternehmen, dass Sie so großen Erfolg in Ihrer Region haben?
 
Erhard Fischer und sein älterer Sohn Mario, der den gesamten Einkauf für das Unternehmen verantwortet.
(Quelle: Udo Mittelberger)
Fischer:
Wir legen sehr großen Wert auf gutes Personal, da bei uns Beratung und Service an erster Stelle steht. Dadurch, dass Vorarlberg von seiner Fläche her nicht so groß ist und unsere Filialen nicht weit voneinander entfernt sind, können wir den Kunden eine sehr große Warenverfügbarkeit anbieten. Wenn ein Sportartikel in Schruns beispielsweise nicht vorrätig ist, dann können wir diesen meist innerhalb eines Tages aus einer der anderen Filialen besorgen. So schöpfen wir aus einem großen Warenpool, was für den Kunden zusätzliche Vorteile bringt.
 
SAZsport: Wie schaffen Sie es, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein?
 
Fischer: Die Personalsuche stellt sich derzeit in jeder Branche sehr schwierig dar, daher ergreifen wir verschiedene Maßnahmen, um gutes Personal zu halten. Wir bieten unseren Angestellten viele Möglichkeiten zur Weiterbildung. Unsere 17 Lehrlinge, die wir alle übernehmen wollen, absolvieren einerseits die Lehrlingsschulungen von Intersport, aber andererseits bieten wir auch eigene Personalschulungstage an, bei denen ausgewählte Angestellte zusammenkommen, um sich auszutauschen. Zudem hat jede Filiale ein eigenes Budget zur Verfügung, um Events zu veranstalten. Es hört sich vielleicht sehr traditionell an, aber wir veranstalten auch jedes Jahr eine große Weihnachtsfeier, an der 95 Prozent der Mitarbeiter teilnehmen. Wir versuchen, sehr familiär zu leben.
 
SAZsport: Wie sehen die Ziele für die Zukunft aus – wollen Sie noch weiter expandieren?
 
Fischer: Jetzt wollen wir die neue Filiale in Feldkirch erst mal richtig in Fahrt bringen. Die Region ist mit Sporthandelsflächen ziemlich gut bestückt – wenn sich also Gelegenheiten zu Übernahmen bieten, werden wir diese sicherlich prüfen; aber wir wollen nicht um jeden Preis expandieren.

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