Leicht gesunkener Gesamtumsatz 27.06.2022, 10:33 Uhr

70. Generalversammlung des SABU-Schuh-Verbands

Vorstandssprecher Ulrich Rau berichtet über das Geschäftsjahr 2021 bei der SABU Schuh-Verbund eG und gibt Beschluss über fünfprozentige Dividendenzahlung bekannt.
(Quelle: SABU Schuh und Marketing GmbH)
Am Samstag, 18. Juni 2022 trafen sich die Mitglieder der SABU Schuh-Verbund eG im niederländischen Maastricht zu ihrer jährlichen Ordentlichen Generalversammlung. Lars Otto, neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Genossenschaft, begrüßte zu Beginn die rund 140 Gäste. Im weiteren Verlauf berichtete Vorstandssprecher Ulrich Rau über das Geschäftsjahr 2021 und gab den Beschluss über eine fünfprozentige Dividendenzahlung bekannt.

Bericht des Vorstands zum Geschäftsjahr 2021

Zu Beginn der Ordentlichen Generalversammlung, bei der 93 stimmberechtigte Mitglieder bzw. deren Bevollmächtige anwesend waren, ging Vorstandssprecher Rau auf die aktuellen Herausforderungen im (Schuh-) Einzelhandel ein: Der Überfall Russlands auf die Ukraine, der Energiepreis-Anstieg, unterbrochene Lieferketten, steigende Inflationsraten und eine negative Verbraucherstimmung. Diese Punkte hätten vor allem den Non-Food-Bereich stark getroffen und somit die wirtschaftliche Erholung nach Corona ausgebremst. Dazu Ulrich Rau: "Es wäre vermessen und auch unrealistisch, darauf zu hoffen, dass Alles wieder so wird, wie es vor den umwälzenden Ereignissen und Entwicklungen einmal war. Wir müssen uns vielmehr auf die fundamentalen Auswirkungen langfristig neu einstellen.“ Rau rief dazu auf, die bereits vorhandenen technischen Möglichkeiten des Kundenbeziehungsmanagements (CRM) intensiv zu nutzen, um Interaktionen des Geschäfts sowohl mit bestehenden als auch mit potenziellen Kunden systematisch zu gestalten. Und im weiteren Verlauf damit die Kundenfrequenz sicherzustellen. Für Rau sei CRM der Einstieg in großes Netzwerk, das sich aus dem jeweiligen Einzelhändler, seinen Kunden und Kollegen deutschlandweit sowie den Lieferanten zusammensetzt. Das Ziel: ein übergreifender Wissensaustausch, von dem alle Beteiligten profitieren.
Des Weiteren berichtete Rau über das Geschäftsjahr 2021 und erläuterte die wesentlichen Positionen der Bilanz der SABU Schuh-Verbund eG per 31. Dezember 2021. Die Gewinn- und Verlustrechnung ergab einen Jahresüberschuss von 800.000 Euro (Vorjahr: 1 Million Euro). Der Rückgang ist vor allem auf niedrigere Beteiligungserträge der verschiedenen Tochterunternehmen zurückzuführen. Zuzüglich des Gewinnvortrags ergab sich ein Bilanzgewinn von 1,4 Millionen, was 300.000 Euro unter dem Vorjahr liegt. Anschließend erläuterte Rau, dass sich das Eigenkapital der SABU eG, das sich aus den Geschäftsguthaben der Mitglieder, den Ergebnisrücklagen und dem Bilanzgewinn zusammensetzt, um 400.000 Euro auf 29,9 Millionen Euro erhöht hat. Die Bilanzsumme stieg analog dazu auf insgesamt 30 Millionen Euro.

SABU Schuh & Marketing GmbH: leicht gesunkener Gesamtumsatz

Wie bereits im Vorjahr prognostiziert, ist der Gesamtumsatz der SABU Schuh & Marketing GmbH (Heilbronn) um 12,1 Prozent auf 236 Millionen Euro gesunken. Allerdings rechnet die SABU GmbH bereits für das Jahr 2022 mit einer signifikanten Trendwende und damit mit einer deutlichen Erholung des Umsatzes in der Zentralregulierung. In Anbetracht der weiterhin schwierigen Marktbedingungen konnte mit rund 120.000 Euro ein respektables Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet werden. Dieses wurde von der SABU GmbH nicht ausgeschüttet. In diesem Zusammenhang betonte der Vorstandssprecher, dass die Verbundgruppe keine Gewinnmaximierung anstrebe, sondern dass die Leistungsfähigkeit und die langfristige Existenzsicherung der Mitglieder absolut im Vordergrund stehe.

Generalversammlung beschließt einstimmig Regularien

Die weitere Generalversammlung wurde von Lars Otto zügig und souverän geleitet. Auch die Regularien, wie die Feststellung des Jahresabschlusses 2021, die Verwendung des Jahresüberschusses sowie die getrennte Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, wurden von der Versammlung einstimmig beschlossen. Die Mitglieder erhalten aus dem Jahresüberschuss eine Dividende von fünf Prozent.



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