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Weiter in der Problemzone: Nike mit Gewinnrückgang im Geschäftsjahr 2026

Der weltweit führende Sportartikelanbieter befindet sich nach wie vor in einer schwierigen Phase.
Foto: Shutterstock / Jeppe Gustafsson

Im Geschäftsjahr 2026 blieb der Umsatz von Nike zwar stabil, doch der Gewinn ging zurück. Dies zeigt der gerade veröffentlichte Geschäftsbericht des US-Sportartikelkonzerns, der auch ein neues Engagement im deutschen Frauenfußball vermeldet.

Nach mehreren schwierigen Quartalen zeigt sich bei Nike ein gemischtes Bild: Der Konzern hat sein Ende Mai abgeschlossenes Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatz von 46,4 Milliarden US-Dollar (rund 40,8 Milliarden Euro) abgeschlossen. Auf ausgewiesener Basis entspricht das dem Vorjahresniveau, währungsbereinigt steht jedoch ein Minus von 2 %. Unter dem Strich erzielte das Unternehmen im Gesamtjahr einen Nettogewinn von 3,1 Milliarden US-Dollar (2,7 Milliarden Euro), 3 % weniger als im Vorjahr.

Auch das vierte Quartal brachte noch keine klare Trendwende. Die Erlöse sanken um 1 Prozent auf 11,0 Milliarden US-Dollar (9,7 Milliarden Euro), währungsbereinigt lag das Minus bei 4 %.
Eine Stütze blieb zuletzt der Großhandel. Im vierten Quartal legte dieser Kanal um 4 % auf 6,6 Milliarden US-Dollar (5,8 Milliarden Euro) zu. Das Direct-Geschäft entwickelte sich dagegen weiter rückläufig: Nike Direct verlor 7 % und kam noch auf 4,1 Milliarden US-Dollar (3,6 Milliarden Euro). Dahinter stehen schwächere Umsätze im Digitalgeschäft der Kernmarke sowie in den eigenen Stores. Regional belasteten vor allem Greater China und EMEA, während Nordamerika zulegen konnte.

Converse verliert deutlich an Boden
Konzernchef Elliott Hill verwies auf die laufende Neuausrichtung: „Im Geschäftsjahr 2026 haben wir entschlossene Maßnahmen ergriffen, um das Fundament von NIKE, Inc. zu stärken und unser Geschäft für langfristiges Wachstum neu auszurichten.“ Das Unternehmen habe strukturelle Verbesserungen vorgenommen, unter anderem bei Teamkultur, Produktinnovation, Markenstärke und der Ansprache der KonsumentInnen. Gleichzeitig räumte Hill weiter bestehenden Umsatzgegenwind ein, sieht aber Fortschritte bei Performance-Produkten.

Finanzchef Matthew Friend sprach von Ergebnissen im Rahmen der Erwartungen und einem zunehmend schwierigen Marktumfeld, „in dem der Abverkauf weiterhin herausfordernd bleibt“. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Converse aus: Die Marke verlor im Geschäftsjahr 31 % Umsatz und kam nur noch auf 1,2 Milliarden US-Dollar (1,1 Milliarden Euro). Die Vorräte lagen mit 7,5 Milliarden US-Dollar (6,6 Milliarden Euro) auf Vorjahresniveau.

Engagement im deutschen Fußball

Indes intensiviert Nike sein Engagement im deutschen Fußball. Nachdem bereits der Wechsel des DFB von Adidas zu Nike als Ausrüster des Herren-Nationalteams ab 2027 für Aufsehen gesorgt hatte, folgt nun der nächste Schritt: Seit 1. Juli ist die Marke offizieller Ballpartner der ersten und zweiten Frauen-Bundesliga sowie des Women’s Supercup. Die Vereinbarung läuft über acht Jahre. Für Nike ist es nach eigenen Angaben die erste Liga- und Pokalpartnerschaft in Deutschland.

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