Umsatzrückgang im heißen Juli – Zahlen für den Outdoor-Markt in DACH und Großbritannien

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Der Outdoor-Markt hat laut Outdoor Market Intelligence Service im Juli 2026 deutlich an Umsatz verloren. In der DACH-Region betrug das Minus 10,2 %, in Großbritannien 9,2 %. Das Gesamtergebnis seit Jahresanfang ist deutlich positiver.
Die sommerlichen Hitzewellen haben dem Outdoor-Markt in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) sowie in Großbritannien offenbar zugesetzt. Nach aktuellen Zahlen des Outdoor Market Intelligence Service (OMIS) gingen die Umsätze im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat in der DACH-Region um 10,2 % zurück. In Großbritannien lag das Minus bei 9,2 %. Die seit Ende Juni anhaltend hohen Temperaturen dürften die Nachfrage nach Outdoor-Produkten belastet haben.
Über die ersten sieben Monate des Jahres insgesamt ergibt sich allerdings ein anderes Bild: Während der Outdoor-Markt in DACH von Januar bis Juli ein Umsatzplus von 3,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnete, gingen die Erlöse in Großbritannien um 3,1 % zurück. Dort sank insbesondere die verkaufte Stückzahl, während der durchschnittliche Verkaufspreis um fünf Prozent stieg.
Trinksysteme profitieren von hohen Temperaturen
Die Entwicklung verlief je nach Produktkategorie unterschiedlich. Besonders gefragt waren Trinksysteme und Trinkflaschen, deren Umsätze von Januar bis Juli in DACH um sechs Prozent und in Großbritannien um 17 % zulegten. Zu den Gewinnern gehörte die Marke Yeti mit einem Plus von 36,0 % in DACH und 114 % in Großbritannien. Hydrapak steigerte seinen Umsatz in DACH um 37 %.
Schwächer entwickelte sich dagegen das Campingsegment mit Rückgängen von 4,3 % in DACH und 9,0 % in Großbritannien. In der DACH-Region legten Outdoor-Schuhe um 5,6 % zu, Rucksäcke und Gepäck um 5,1 % sowie Bekleidung um 3,1 %. In Großbritannien wuchs der Ausrüstungsbereich um 2,0 %.
Arc’teryx und Deuter führen Markenrankings an
Auch die aktuellen Markenrankings liefern Einblicke in den Markt. Bei Jacken ab 200 Euro führte Arc’teryx in DACH vor Patagonia und Mammut. In Großbritannien lag Rab vor Mountain Equipment und Berghaus. Bei Rucksäcken ab 100 Euro belegte Deuter in DACH den ersten Platz, gefolgt von Osprey und Ortovox. In Großbritannien führte Osprey vor Rab und The North Face.
Der OMIS wird von der European Outdoor Group (EOG) gemeinsam mit dem Datenpartner Sporting Insights betrieben. Das Projekt erfasst Abverkaufsdaten aus der DACH-Region, Großbritannien und Frankreich. Die Datenbasis umfasst nach Angaben der Betreiber inzwischen Outdoor-Umsätze von mehr als zehn Milliarden Euro.