
Amer Sports legt kräftig zu und erhöht Prognose

Foto: Arc'teryx
Mit zweistelligen Zuwächsen in allen Geschäftsbereichen setzt das Sportartikelunternehmen Amer Sports seinen Wachstumskurs im zweiten Quartal 2026 fort. Besonders dynamisch entwickelte sich Outdoor Performance mit Salomon und Atomic; zugleich hebt der Konzern seinen Ausblick für das Gesamtjahr an.
Jack Wolfskin: Jetzt auf die ganz lange Tour

Foto: Jack Wolfskin
Jack Wolfskin schärft zur Herbst/Winter-Saison 2026 sein Markenprofil und rückt Long-Distance- und Thru-Hiking in den Mittelpunkt. Der neue Claim „Made for Further“ soll die Ausrichtung begleiten. Damit konzentriert sich die Outdoor-Marke künftig stärker auf mehrwöchige und mehrmonatige Touren durch verschiedene Länder, Klimazonen und Jahreszeiten sowie auf die damit verbundene Community.
Der Neupositionierung ging nach Angaben des Unternehmens ein Austausch mit Thru-HikerInnen voraus. Im Zentrum steht dabei weniger sportliche Leistung als die Haltung hinter langen Touren: Ausdauer, die Konzentration auf das Wesentliche und die Bereitschaft, auch bei wechselnden Bedingungen weiterzugehen. Thru-Hiking soll künftig als inhaltlicher Anker für Markenauftritt, Produktentwicklung und Kommunikation dienen.
Sichtbar wird die Ausrichtung unter anderem durch das neu gegründete Long Distance Hike Team. Dazu gehören Elmar Teegelbeckers, Ryan Hoosegood, Lauren Roerick, Timothy Larsen, Marc Hügel und Elina Osborne. Die sechs bringen unterschiedliche Erfahrungen auf Fernwanderwegen ein – von mehrmonatigen Trails bis zu Projekten auf verschiedenen Kontinenten. Ihre Touren und Entscheidungen unterwegs sollen künftig einen Teil der Markenkommunikation prägen.
Die Kampagne zur Herbst/Winter-Saison läuft digital, in sozialen Medien, im Out-of-Home-Bereich und am Point of Sale.
Asics EMEA wächst deutlich

Foto: Asics
Im zweiten Quartal 2026 hat Asics EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 32,9 Prozent gesteigert. Die Angabe bezieht sich auf das Geschäft ohne die Lifestyle-Marke Onitsuka Tiger. Nach Unternehmensangaben erzielte Asics in allen Kategorien profitables Wachstum. Besonders kräftig entwickelte sich das Wholesale-Geschäft: Der Umsatz mit Handelspartnern legte über alle Märkte hinweg um 44,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2025 zu.
Auch bei der Marktposition verweist Asics auf Zuwächse. Nach Daten des Marktforschers Circana war die Marke in den zwölf Monaten bis Ende Juni 2026 in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien die umsatzstärkste Marke im Segment Performance-Running-Schuhe. Grundlage sind Laufschuhe über 90 Euro. Im SportStyle-Bereich gewann Asics laut Circana Marktanteile hinzu. In den Kategorien Tennis, Indoor und Padel behauptete das Unternehmen zudem eine führende Position in den untersuchten europäischen Märkten.
Carsten Unbehaun, CEO von Asics EMEA, führt die Entwicklung unter anderem auf die Zusammenarbeit mit dem Handel zurück: „Diese guten Ergebnisse spiegeln das Engagement unserer Teams, das Vertrauen unserer Handelspartner und die wachsende Verbindung der Verbraucher zur Marke Asics wider.“ Zugleich kündigte Unbehaun an, weiter in Produktinnovationen und Partnerschaften zu investieren.
Wearables-Markt: Sportuhren und Tracker ohne Display gewinnen

Foto: Samsung
Der weltweite Wearables-Markt hat im zweiten Quartal 2026 leicht nachgegeben. Nach vorläufigen Zahlen von Omdia, einem weltweit agierenden Marktforschungs- und Beratungsunternehmen, sanken die Auslieferungen an den Handel gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent. Hinter der Entwicklung stehe eine stärkere Polarisierung der Nachfrage: Während Smartwatches um sechs Prozent zulegten, verloren einfache Fitnessarmbänder neun Prozent. Gefragt sind vor allem leistungsfähige Sportuhren sowie minimalistische Tracker ohne Display.
Bei Smartwatches bleibt Apple mit 46 Prozent Marktanteil klarer Marktführer. Garmin steigerte seinen Anteil von elf auf 15 Prozent und zog mit Samsung gleich, das gegenüber dem Vorjahr zwei Prozentpunkte verlor. Jason Low, Research Director bei Omdia, sieht darin einen Trend zu höherwertigen Geräten: „Verbraucher sind zunehmend bereit, höhere Preise für Geräte zu bezahlen, die präzise, fortschrittliche Trainingsdaten liefern und daraus konkrete, nutzbare Erkenntnisse ableiten.“
Im gesamten Wearables-Markt lag Huawei mit 18 Prozent vorne, gefolgt von Xiaomi mit 17 und Apple mit 16 Prozent. Garmin steigerte seinen Marktanteil um zwei Prozentpunkte auf sechs Prozent. Gleichzeitig entwickelt sich das noch junge Segment bildschirmloser Tracker: Geräte ohne Display machten laut Omdia bereits mehr als 15 Prozent der Auslieferungen bei einfachen Fitnessarmbändern aus.
Für die zweite Jahreshälfte erwartet Omdia steigenden Kostendruck, unter anderem durch höhere Speicherpreise. Hersteller dürften deshalb stärker über Datenqualität, Akkulaufzeit, plattformübergreifende Nutzung und persönliche KI-Funktionen differenzieren.
Showrooms
In den SAZsport Showrooms präsentieren führende Brands der Sportartikelbranche ihrer neuesten Kollektionen und Produkt-Highlights. Hier findet ihr auch direkt Kontakte zu den Marken.