
Intersport Deutschland erzielt stabile Umsätze

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Im Geschäftsjahr 2024/25 hat Intersport einen Außenumsatz von 3,46 Milliarden Euro erzielt - und damit das Vorjahresniveau gehalten. Besonders das Onlinegeschäft und die Kategorie Running entwickelten sich positiv. Bis 2030 strebt der Verbund ein durchschnittliches jährliches Wachstum von über fünf Prozent an.
Sympatex startet Sanierung über Insolvenzverfahren

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Sympatex Technologies hat einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der operative Geschäftsbetrieb läuft uneingeschränkt weiter, die Löhne der rund 70 Mitarbeitenden sind über Insolvenzgeld gesichert.
Spar verkauft Sporthandelskette Hervis

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Die Österreichische Warenhandelsgesellschaft Spar hat die Sporthandelskette Hervis verkauft. Käufer sind der deutsche Unternehmer Sven Voth, Gründer der Streetwear-Kette Snipes, sowie Udo Schloemer, Gründer der Plattform Factory Berlin. Mit dem Eigentümerwechsel werden alle 134 Standorte in Österreich, Slowenien, Kroatien und Bayern sowie sämtliche MitarbeiterInnen übernommen.
Der Verkauf kommt nicht überraschend. Bereits zuvor hatte sich Spar von den Hervis-Gesellschaften in Ungarn und Rumänien getrennt und diesen Geschäftsbereich an die Frasers Group veräußert. In der Branche war angesichts wirtschaftlicher Herausforderungen bei Hervis zuletzt verstärkt über einen vollständigen Rückzug von Spar aus dem Sporthandel spekuliert worden.
Ende 2025 betrieb Hervis 91 Filialen in Österreich sowie weitere 43 Standorte in Slowenien, Kroatien und Bayern und erzielte einen Verkaufsumsatz von 314 Millionen Euro. Damit zählt das Unternehmen zu den größten Sportfachmarktketten in Mitteleuropa.
Für KundInnen ändert sich zunächst nichts. Der operative Geschäftsbetrieb läuft unverändert weiter, Gutscheine behalten ihre Gültigkeit und laufende Bestellungen sowie Service- und Gewährleistungsfälle werden wie gewohnt abgewickelt. Spar begründet den Verkauf mit einer stärkeren Fokussierung auf das Kerngeschäft im Lebensmittelhandel sowie auf den Shoppingcenter- und Immobilienbereich.
Anta wird größter Anteilseigner bei Puma

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Ein Einstieg von Anta bei Puma wurde bereits seit längerem erwartet. Mit dem Kauf von 29 Prozent der Aktien für rund 1,5 Milliarden Euro wird das chinesische Unternehmen nun größter Anteilseigner. Der Aktienpreis lag bei 35 Euro je Aktie und entspricht einem Aufschlag von 62 Prozent auf den vorherigen Schlusskurs. Anta plant zunächst nicht, weitere Anteile aufzustocken, und soll als strategischer Ankeraktionär agieren.
Puma kämpft seit Jahren mit rückläufigen Umsätzen und einem eingebrochenen Aktienkurs. Der Vorstandschef Arthur Hoeld verfolgt seit seinem Amtsantritt 2025 eine umfassende Restrukturierung. Dazu zählen der Stellenabbau in der Verwaltung, die Konzentration auf Kernsportarten wie Fußball, Laufen und Fitness sowie eine Straffung des Produktportfolios.
Anta, selbst Eigentümer von Marken wie Fila, Jack Wolfskin, Salomon und Wilson, verfolgt mit dem Einstieg bei Puma seine Globalisierungsstrategie. Konzernchef Ding Shizhong betont, laut Handelsblatt, dass die Beteiligung die internationale Expansion und die Multimarkenstrategie beschleunigen soll. Gleichzeitig will Anta die Marke Puma unterstützen und deren Wiederbelebung fördern.
Jako steigt in das Segment Fußballschuhe ein

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Jako hat den offiziellen Markteintritt in das Segment Fußballschuhe bekannt gegeben. Der Hersteller, bislang vor allem für Teamwear und Ausrüstung im Fußball und anderen Mannschaftssportarten bekannt, ergänzt damit sein Sortiment um eine zentrale Produktkategorie. Ziel ist es, Teams künftig von Kopf bis Fuß vollständig auszustatten.
Der ursprünglich für Sommer 2025 geplante Launch wurde auf Januar 2026 verschoben, um eine vollständige Warenverfügbarkeit im Handel sicherzustellen. Zum Marktstart bringt Jako zwei Modelle für unterschiedliche Spielertypen auf den Platz, die in mehreren Varianten für den Leistungs-, Team- und Nachwuchsbereich entwickelt wurden. Grundlage ist ein eigens entwickelter Leisten, abgestimmt auf die Anforderungen europäischer Fußballer.
Die Entwicklung der Schuhe erfolgte in Zusammenarbeit mit Spielern aus dem Amateur- und Profibereich. Deren Rückmeldungen flossen über Testphasen und Feedbackrunden in den Entwicklungsprozess ein. Produziert werden die Fußballschuhe in Portugal, einem etablierten Standort für Schuhfertigung in Europa.
Begleitet wird der Markteintritt von einer Kampagne mit Fokus auf den stationären Fachhandel. Beratung, Anprobe und Praxiserfahrung stehen im Mittelpunkt, unterstützt durch ausgewählte Markenbotschafter. "Unsere Fußballschuhe stehen für kompromisslose Qualität, einen präzisen Fit und ein Spielgefühl, das man vom ersten Moment an spürt. Genau dafür steht auch unser Kampagnenclaim 'Feel it!' - denn ein guter Fußballschuh überzeugt nicht auf dem Papier, sondern auf dem Feld", sagt Tobias Röschl, Vorstand Marketing & Vertrieb bei Jako.
Deuter erneut als Fair Wear Leader ausgezeichnet

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Deuter setzt seit vielen Jahren auf überprüfbare soziale Standards entlang der Lieferkette und wurde dafür erneut als Fair Wear Leader ausgezeichnet. Seit 2011 ist das Unternehmen Mitglied der Fair Wear Foundation (FWF), einer unabhängigen Organisation zur Förderung fairer Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie. Mit 95 von 100 Punkten gehört Deuter zu den bestbewerteten Marken. Der Leader Status wird an Unternehmen vergeben, die über mehrere Jahre kontinuierlich an der Verbesserung sozialer Standards arbeiten, Beschwerde-Mechanismen nutzen, transparent berichten und eng mit Produktionspartnern zusammenarbeiten.
"Soziale Verantwortung in der Lieferkette ist für uns ein strategischer Bestandteil unseres Handelns", erklärt Geschäftsführer Robert Schieferle. Ein Beispiel ist der Rückzug aus Myanmar nach dem Militärputsch 2021, als zentrale Arbeitsrechte und Gewerkschaftsfreiheit nicht mehr gewährleistet waren. Gleichzeitig ergreift Deuter Maßnahmen, um negative Auswirkungen für die Beschäftigten abzufedern.
Showrooms
In den SAZsport Showrooms präsentieren führende Brands der Sportartikelbranche ihrer neuesten Kollektionen und Produkt-Highlights. Hier findet ihr auch direkt Kontakte zu den Marken.