Puma schließt "Reset-Jahr" 2025 mit deutlichem Umsatzminus ab

Die Marke mit dem Raubkatzen-Logo befindet sich in schwerem Fahrwasser. Für eine nachhaltige Trendumkehr nimmt das Unternehmen kurzfristig schwache Geschäftszahlen in Kauf.
Foto: Shutterstock / Younes Stiller Kraske

Das Sportartikelunternehmen Puma hat seine Geschäftsbilanz für 2025 präsentiert. Der Umsatz sank währungsbereinigt um 8,1 Prozent auf rund 7,3 Milliarden Euro. Auch operativ schrieb der Konzern Verlust. Die Gründe sieht die Führung in einem Neustart durch die Mitte des Jahres eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen.

Ein Jahr der Korrekturen und Prioritätenverschiebungen: So beschreibt Puma das Geschäftsjahr 2025, das der Konzern selbst als "Reset-Jahr" einordnet. Vertriebs- und Preisstrukturen seien bereinigt worden - verbunden mit einem bewussten Verzicht auf Geschäfte, die die Marke belasten könnten. In der Folge sank der Umsatz währungsbereinigt um 8,1 % auf rund 7,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis, vor Zinsen und Steuern, fiel demnach von 549 auf minus 357,2 Millionen Euro - bereinigt um Sondereffekte auf minus 165,6 Millionen Euro.

In der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) weist Puma einen währungsbereinigten Umsatzrückgang um 6,9 % auf rund 3,1 Milliarden Euro aus. Das Minus in Europa sei teilweise durch Wachstum in Osteuropa, Naher Osten und Afrika abgefedert worden.
Der Rückgang erfasste alle Produktkategorien. Das Schuhgeschäft sank 2025 währungsbereinigt um 7,1 % auf rund 4,1 Milliarden Euro, Textilien um 9,7 % auf rund 2,3 Milliarden Euro und Accessoires um 8,5 % auf rund 854 Millionen Euro.

Schwache Zahlen für Quartal 4

Im vierten Quartal fiel der Rückgang besonders deutlich aus: Der Konzernumsatz sank im Vergleich zum letzten Quartal des Vorjahres währungsbereinigt um 20,7 % auf rund 1,6 Milliarden Euro. In EMEA lag das Minus bei 24,3 % (569 Millionen Euro). Auch hier führt Puma vor allem seine Reset-Maßnahmen als Grund an. Unter anderem habe man das Geschäft im Großhandel reduziert, Produktrücknahmen zur Bereinigung der Bestände vorgenommen und weniger Verkaufsförderung im Direktgeschäft getätigt.

Arthur Hoeld, seit Juli vergangenen Jahres CEO des Sportartikelunternehmens, erläutert: "2025 war für uns ein Reset-Jahr. Unser Ziel ist es, Puma als eine Top-3 Sportmarke weltweit zu etablieren, wieder über dem Branchendurchschnitt zu wachsen und mittelfristig gesunde Gewinne zu erzielen."

Für 2026 stellt der Konzern ein "Übergangsjahr" in Aussicht. Erwartet wird ein währungsbereinigter Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Beim operativen Ergebnis prognostiziert Puma ein Minus zwischen 50 und 150 Millionen Euro. Die Investitionen sollen bei rund 200 Millionen Euro liegen, unter anderem für digitale Infrastruktur und Direct-to-Consumer-Aktivitäten.

Beim Blick auf die Bestände bleibt die Lage angespannt: Die Vorräte stiegen zum Jahresende um 2,3 Prozent auf knapp über zwei Milliarden Euro. Normalisierte Bestandsniveaus erwartet das Unternehmen erst Ende 2026. Außerdem wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 19. Mai 2026 vorschlagen, für 2025 keine Dividende auszuschütten.

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