Olympiasieger Ronald Rauhe ist neuer Sport-Staatsminister

Foto: Bundesregierung
Der zweifache Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe ist neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Zu seinen zentralen Aufgaben zählen die deutsche Olympiabewerbung, die Spitzensportreform und die Stärkung des Ehrenamts.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den ehemaligen Kanuten Ronald Rauhe zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt ernannt. Der 44-Jährige übernimmt damit die Zuständigkeit für die Sport- und Ehrenamtspolitik der Bundesregierung. Rauhe bringt Erfahrungen aus seiner langjährigen Karriere im Spitzensport sowie aus seiner anschließenden Tätigkeit in verschiedenen Sportgremien mit.
Im Mittelpunkt seiner neuen Aufgabe steht unter anderem die deutsche Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele. In Kürze soll entschieden werden, welche deutsche Region sich für die Austragung bewirbt. „Wir wollen uns dann, wenn die Entscheidung feststeht, wo sie stattfinden sollen, mit ganzer Kraft für diese Olympischen Spiele bewerben“, sagte Merz. Im Gespräch sind die Jahre 2036, 2040 und 2044.
Auch die bereits eingeleitete Reform des deutschen Spitzensports soll Rauhe weiter vorantreiben. „Damit aus Talent auch wieder Gold wird, werden wir die Spitzensportreform konsequent weiter vorantreiben“, kündigte der neue Staatsminister an. Die AthletInnen bräuchten Rahmenbedingungen, „in denen Hochleistung auch entstehen kann“.
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Ehrenamt. Rauhe soll dabei als Ansprechpartner im Bundeskanzleramt für die unterschiedlichen Bereiche des freiwilligen Engagements fungieren. Merz verwies auf die zahlreichen Menschen, die sich unter anderem in Sportvereinen, bei Feuerwehren und Hilfsorganisationen engagieren.
Rauhe selbst betonte die Bedeutung des Ehrenamts auch für den Spitzensport. Bei seiner ersten olympischen Medaille im Alter von 18 Jahren sei ihm bewusst gewesen, dass diese nicht allein sein Verdienst gewesen sei. „Dahinter standen TrainerInnen, meine Familie, Ehrenämter und ein Land, das mir die Möglichkeit gegeben hat, diesen Traum zu leben“, sagte er.
Der neue Staatsminister gewann als Kanute insgesamt fünf olympische Medaillen, darunter zwei Mal Gold. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere blieb er dem Sport verbunden und engagierte sich unter anderem im Deutschen Olympischen Sportbund und im Europäischen Olympischen Komitee. Bis zu seinem Wechsel ins Bundeskanzleramt war er als Berufssoldat bei der Bundeswehr tätig.