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Olympia: München geht für Deutschland ins Rennen

Olympiapark München: Die Sportstätten von 1972 bilden das Fundament der deutschen Bewerbung.
Foto: Peter116 / Shutterstock

Die Entscheidung ist gefallen: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) schickt München ins internationale Rennen um die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Die bayerische Landeshauptstadt setzte sich in Baden-Baden deutlich gegen KölnRheinRuhr durch.

Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB am Samstag in Baden-Baden fiel das Votum schon im ersten Wahlgang: München erhielt 91 von 141 Stimmen, auf KölnRheinRuhr entfielen 50. Stimmberechtigt waren die 42 olympischen Spitzenverbände mit je drei Stimmen sowie Präsidium und persönliche Mitglieder. Berlin hatte seine Bewerbung zwei Tage zuvor zurückgezogen, Hamburg war nach einem gescheiterten Referendum ausgestiegen. In der Evaluierung vorab lag München mit 87,03 Punkten knapp vor KölnRheinRuhr (85,02).
„Das ist ein toller Tag für unsere Stadt und ein großer Schritt auf dem Weg zu Olympischen Sommerspielen in München und Bayern“, sagte Oberbürgermeister Dominik Krause. Die Münchner hatten sich bereits im vergangenen Jahr per Bürgerentscheid für die Bewerbung ausgesprochen.
DOSB-Präsident Thomas Weikert nannte München einen „sehr guten Bewerber“: „Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt: Wir werden mit München gemeinsam den nächsten Schritt gehen und Deutschland im internationalen Wettbewerb um die Olympischen und Paralympischen Spiele vertreten.“

Vergabe für 2036 erfolgt 2029
Rückendeckung kommt vom Bund. „Ab heute gibt es eine deutsche Bewerbung. Die Bundesregierung steht fest dahinter“, erklärte Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Der Kanu-Olympiasieger sieht München vor allem wegen der kurzen Wege und der bis heute genutzten Sportstätten von 1972 gut aufgestellt.

Nun beginnt die internationale Phase. Für die Spiele 2036 will das IOC im März 2027 eine vertiefte Dialogphase starten, die Vergabe ist für Mitte 2029 geplant. Für 2040 und 2044 gibt es noch keinen Zeitplan.

Rückenwind für Olympia in Deutschland kommt auch aus der Sportbranche. Bereits im Frühjahr 2025 hatten mehr als 200 Sportmarken gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie (BSI), dem Verband Deutscher Sportfachhandel (VDS) und Intersport Deutschland in ihrer Zukunftsagenda „Sportgesund 2030“ politischen Rückhalt für eine deutsche Olympiabewerbung gefordert.

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