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Mehr als Verschleiß: Was Outdoor-Käufe wirklich auslöst

Schuhe sind laut der neuen Konsumentenstudie von SAZsport und Marketmedia24 die meistgekaufte Produktkategorie im Outdoor-Bereich.
Foto: Adobe Stock

Abgenutzte oder defekte Ausrüstung ist ein zentraler Kaufanlass im Outdoor-Segment. Aber auch Urlaub, der Wunsch nach Upgrades oder modische Impulse sind für viele KonsumentInnen starke Motive, neue Wanderschuhe, Bekleidung oder Ausrüstung zu kaufen. Dies zeigt die aktuelle Studie von SAZsport und Marketmedia24.

Wenn ein Outdoor-Schuh durchgelaufen ist oder die Regenjacke ihren Dienst quittiert hat, zieht es KonsumentInnen in den Laden oder Shop. Das ist bekannt. Dass aber gut ein Drittel im DACH-Raum Urlaub als Kaufauslöser nennt und fast ebenso viele den Wunsch nach einem Upgrade, zeigt der aktuelle „Consumer Report 2026 – Die Outdoor-Branche D-A-CH" von SAZsport und Marketmedia24. Die Studie basiert auf 5.108 Online-Interviews in Deutschland, Österreich und der Schweiz. 

Urlaub und Upgrade als starke Motive 

38,6 Prozent aller Befragten gaben an, dass ein abgetragenes oder kaputtes Produkt sie zum Kauf eines neuen bewegt – Platz eins unter den Kaufmotiven, mit leichten Unterschieden zwischen den Ländern. In Österreich liegt dieser Wert mit 43,8 Prozent am höchsten, in Deutschland bei 36,8 Prozent. Doch das Bild ist vielschichtiger. 

Urlaub als Kaufanlass kommt DACH-weit auf 32,3 Prozent – in Deutschland sogar auf 37,5 Prozent. Der Wunsch nach einem Upgrade folgt unmittelbar: 32,1 Prozent nennen ihn DACH-weit als Motiv, in der Schweiz 33,7 Prozent. Rabattaktionen spielen mit rund 21 Prozent in allen Ländern eine stabile, aber weniger dominante Rolle. Trend/Design und Neues Hobby liegen jeweils bei etwa 18 Prozent. 

Auffällig gering ist dagegen der Einfluss von Empfehlungen und InfluencerInnen: Weniger als 5 Prozent der Kaufenden nennen diesen Kanal als ausschlaggebend – trotz der medialen Aufmerksamkeit, die Social-Media-Produktplatzierungen im Outdoor-Bereich genießen. 

Ein abgetragenes oder defektes Produkt ist im DACH-Raum der häufigste Anlass für den Kauf neuer Outdoor-Ausrüstung.
Foto: Marketmedia24/SAZsport

Unterschiede nach Zielgruppe 

Die Studie liefert detailliertere Einblicke für verschiedene Zielgruppen, beispielsweise zu unterschiedlichen Personas. Regelmäßige Outdoor-SportlerInnen werden häufiger vom Upgrade-Gedanken angetrieben als Gelegenheitsaktive. Die Gruppe der Outdoor-Interessierten, die selbst nicht aktiv sind, reagiert stärker auf Rabatte – ein Hinweis darauf, dass Einstiegsangebote und Aktionspreise andere Zielgruppen erreichen als Produktinnovationen und Qualitätsbotschaften. 

Für Handel und Marken bedeutet die Vielschichtigkeit der Kaufmotive vor allem eines: Wer KonsumentInnen auch in der Urlaubsplanung, beim saisonalen Upgrade oder bei Trend- und Designimpulsen abholt – sei es über gezielte Saisonkampagnen, inspirierende Schaufensterplatzierungen oder passende Sortimentstiefe –, erschließt Kaufpotenziale, die rein bedarfsorientierte Kommunikation liegen lässt. 

Schuhe und Bekleidung sind am meisten gefragt 

Wie groß die Potenziale ungefähr sind, dazu liefert ein weiterer Befund der Studie Hinweise: Etwas mehr als die Hälfte der Befragten – 54,7 Prozent DACH-weit – hat in den zurückliegenden zwölf Monaten tatsächlich Outdoor-Produkte gekauft. In der Schweiz liegt dieser Anteil mit 61,3 Prozent am höchsten, in Deutschland mit 51,6 Prozent am niedrigsten. Beim gekauften Produktbereich dominieren Outdoor-Schuhe klar: Rund zwei Drittel der KäuferInnen haben neue Schuhe erworben. Bekleidung folgt mit 60 bis 63 Prozent nur knapp dahinter. Ausrüstung und Kinderprodukte spielen eine deutlich kleinere Rolle. 

Studie jetzt bestellen 

Der „Consumer Report 2026 – Die Outdoor-Branche D-A-CH" wird von SAZsport gemeinsam mit Marketmedia24 herausgegeben. Sowohl die grafisch aufbereitete Layout-Variante als auch die „Enterprise Edition", die zusätzlich den vollständigen Excel-Tabellenband mit den Daten und Auswertungen zu allen Zielgruppen enthält, ist im Studienshop von Marketmedia24 erhältlich. 

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