BTE fordert Änderungen an geplanten Recyclingvorgaben

Die EPR-Eckpunkte des Bundesumweltministeriums für Textilien und Schuhe sollen ab 2028 die Sammlung, Wiederverwendung und das Recycling regeln.
Foto: Shutterstock/Dee Karen

Die geplanten Vorgaben zur erweiterten Herstellerverantwortung für Textilien und Schuhe, die ab 2028 gelten sollen, werden konkreter. Hersteller sollen künftig für Sammlung und Recycling aufkommen. Der BTE sieht jedoch Nachbesserungsbedarf, insbesondere bei der praktischen Umsetzung und der Ausgestaltung der Gebühren.

Modernisierter Nike-Store in Berlin eröffnet

Der wiedereröffnete Nike-Store am Kurfürstendamm vereint Sport, Kultur und Community und bietet unter anderem personalisierbare Running-Kollektionen und Ausstellungen historischer Sportmodelle.
Foto: Nike

Nike hat am Kurfürstendamm einen modernisierten Flagship-Store eröffnet, der als Ort für Sport, Style und Community konzipiert ist. Auf 1.475 Quadratmetern werden Angebote aus den Bereichen Running, Fußball, Training, ACG, Jordan und Sportswear präsentiert. Erstmals in Deutschland ist Nike Skims live im Store verfügbar. Mit den Services "Nike By You" und "Jersey By You" können Produkte individuell personalisiert werden.

Der Store versteht sich als lokaler Hub für AthletInnen und Communitys. "Der Nike Berlin Store ist als lokaler Hub konzipiert, der Communities zusammenbringt und Sport sowie Sport Culture feiert", erklärt Stephanie Strike, Vice President Nike Direct, EMEA. Historische Sportschuhe und Ausrüstungen, wie der Nike Magista Obra von Mario Götze oder der Race-Schuh von Eliud Kipchoge, sind im Store ausgestellt und zeigen die Verbindung von Performance und Sportgeschichte.

Nachhaltigkeit ist im Konzept integriert: Materialien aus Berliner Sportstätten sowie der Hallenboden wurden wiederverwendet, und der Store strebt eine LEED Gold Zertifizierung an.

Zum Re-Opening-Weekend vom 26. bis 31. März stand das Thema Laufen im Zentrum. Mit der Ganzkörper-Laufa­nalysen-Technologie konnten Bewegungen visualisiert und personalisierte Running-Kollektionen, in Zusammenarbeit mit dem Basketballverein Berlin Braves, vor Ort gestaltet werden.

90 Jahre Suunto: Outdoor-Community engagiert sich für Klimaschutz

Bei der Suunto Vertical Week 2026 legten die TeilnehmerInnen weltweit 136 Millionen Höhenmeter zurück, wodurch eine Spende von 10.000 Euro an Protect Our Winters Europe erfolgte.
Foto: Suunto

Im Zuge seines 90-jährigen Jubiläums hat Suunto, finnischer Hersteller von Sportuhren, Tauchcomputern und Präzisionsinstrumenten, die "Suunto Vertical Week" 2026 durchgeführt. Dabei stand die Sensibilisierung der weltweiten Outdoor-Community für Klimaschutzmaßnahmen im Mittelpunkt. DasProjekt fand vom 23. Februar bis 1. März statt. Die TeilnehmerInnen bewältigten weltweit insgesamt 136 Millionen Höhenmeter - deutlich mehr als die ursprünglich angestrebten zehn Millionen Meter. Durch diese Leistung wurde eine Spende von 10.000 Euro von Suunto an die Organisation Protect Our Winters Europe (POW Europe) ausgelöst. Insgesamt nahmen 189.000 Menschen teil, die aktivsten Länder nach Teilnehmerzahl waren das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland. Beliebteste Sportarten waren Laufen, Walking und Radfahren.

Die Initiative soll Outdoor-Aktivitäten mit dem Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels auf Winter- und Bergregionen verbinden. Benjamin Aidan, Partnership Director bei POW Europe, betont: "Diese Kampagne zeigt einmal mehr, was erreicht werden kann, wenn sich die Outdoor-Community für ein gemeinsames Anliegen einsetzt - in diesem Fall für den Schutz der Winterlandschaften."

Anlässlich seines 90-jährigen Bestehens legt Suunto den Schwerpunkt auf wissenschaftlich fundierte Klimaschutzmaßnahmen und die Reduzierung der Umweltauswirkungen seiner Produkte. Das Unternehmen berechnet den CO2-Fußabdruck seiner Produkte gemäß dem globalen GHG-Protokoll und gleicht Emissionen aus dem Lebenszyklus von Outdoor-Uhren und Feldkompassen durch zertifizierte Kompensationsprojekte aus. Gleichzeitig setzt Suunto auf langlebige Produkte und Reparaturdienste, um Ressourcenverbrauch zu minimieren.

Ende 2025 trat Suunto der Science Based Targets Initiative (SBTi) bei, um kurz- und mittelfristige Emissionsminderungsziele anhand wissenschaftlicher Standards zu entwickeln. Laut einer Upright-Analyse erzielt Suunto insgesamt positive Nettoauswirkungen in den Bereichen Gesellschaft, Wissen, Gesundheit und Umwelt.

 

Thorsten Schmitz wird Aufsichtsrat bei Hervis

Zuvor war Thorsten Schmitz in leitenden Positionen bei Intersport Deutschland, der Rudolf Wöhrl AG sowie Peek & Cloppenburg Düsseldorf tätig.
Foto: Hervis/Stefan Wallner

Der Handelsmanager Thorsten Schmitz ist neu in den Aufsichtsrat von Hervis berufen worden. Er war zuletzt Geschäftsführer von Intersport Austria und verantwortete neben dem österreichischen Markt auch weitere Länder in Zentral- und Osteuropa. Die Einbindung von Schmitz in den Aufsichtsrat soll die fachliche und strategische Arbeit des Gremiums stärken und Impulse für die weitere Entwicklung des Unternehmens liefern.

Schmitz bringt strategische Führungskompetenz, fundierte Branchenkenntnis und operative Erfahrung im Sport- und Handelsumfeld in seine neue Rolle ein. Hervis-Geschäftsführer Markus Hupach betont: "Mit Thorsten Schmitz gewinnen wir eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit mit tiefem Verständnis für die Dynamiken des Sporthandels und für komplexe Unternehmensstrukturen. Besonders sein progressives Denken verbunden mit dem Know-how über die kontinuierliche Weiterentwicklung des Handels passen perfekt zu unserer Ausrichtung."

"Life re-Winter": Recyclingprojekt für Ski, Bindungen und Skischuhe

Im Rahmen des Projektes "Life re-Winter" werden gebrauchte Ski, Bindungen und Skischuhe gesammelt, aufbereitet und für neue Produkte wiederverwendet.
Foto: Marker/Dalbello/Völkl

Marker, Dalbello und Völkl haben das EU-geförderte Projekt "Life re-Winter" ins Leben gerufen. Im Rahmen des Projektes sollen über eine Laufzeit von dreieinhalb Jahren jeweils 10.000 gebrauchte Ski, Bindungen und Skischuhe gesammelt und in ihre Bestandteile zerlegt werden. Die gewonnenen Sekundärrohstoffe werden anschließend für die Produktion von je 1.000 neuen High-Performance-Produkten wiederaufbereitet. Die Transparenz über den Materialkreislauf wird durch einen digitalen Produktpass (DDP) sichergestellt, der alle relevanten Daten zur Materialzusammensetzung, den Recyclingverfahren sowie zur weiteren Nutzung enthält.

Die eingesammelten Produkte stammen vor allem aus dem Verleih, wodurch regelmäßig ausgemustertes Equipment genutzt werden kann. Die Rücknahme erfolgt über den Verleihpartner "Rent and Go" in Italien, während der Partner Innovando die Koordination der Logistik übernimmt. Anschließend werden die Materialien aufbereitet, getrennt und, je nach Polymerart, mechanisch oder chemisch weiterverarbeitet, bevor sie wieder in die Produktion einfließen.

"Mit 'Life re-Winter' starten wir in ein extrem ehrgeiziges Projekt, das das Potenzial hat, unseren Umgang mit Ressourcen über die gesamte Wintersportbranche hinweg nachhaltig zu verändern", erklärte Andreas Mann, General Manager bei Marker, Dalbello und Völkl. Ziel sei es, langfristig Lösungen zu entwickeln, die eine industrieweite Kreislaufwirtschaft ermöglichen.

Das Projekt baut auf Erfahrungen aus dem früheren "Life Re-Skiboot"-Projekt auf, erweitert jedoch den Umfang auf drei Produktkategorien. Die Erkenntnisse sollen auch für künftige Rücknahmesysteme und Recyclingprozesse innerhalb der Branche genutzt werden.

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In den SAZsport Showrooms präsentieren führende Brands der Sportartikelbranche ihrer neuesten Kollektionen und Produkt-Highlights. Hier findet ihr auch direkt Kontakte zu den Marken.

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