Frauenorientierte Passformen: Ein wichtiger Schritt in der Bergschuhentwicklung

Foto: Garmont
Zum Internationalen Frauentag am 8. März hebt Garmont die Bedeutung speziell angepasster Berg- und Outdoorschuhe für Frauen hervor. Die Anpassung an anatomische und biomechanische Unterschiede ist ein zentraler Aspekt für Komfort und Leistungsfähigkeit.
Seit mehr als 60 Jahren entwickelt der italienische Hersteller Garmont Berg- und Outdoorschuhe. Zum Internationalen Frauentag rückt das Unternehmen einen Schwerpunkt seiner Entwicklungsarbeit in den Fokus: die gezielte Anpassung von Schuhen an die Anforderungen weiblicher Füße.
Weibliche Füße unterscheiden sich in mehreren anatomischen Merkmalen von männlichen. Sie sind häufig schmaler, kleiner und stärker zulaufend, verfügen über eine ausgeprägtere Fußwölbung und weisen eine andere Gewichtsverlagerung beim Gehen auf. Zudem gelten Muskulatur und Bänder als flexibler, die Gelenke beweglicher. Wer Schuhe für Frauen ausschließlich verkleinert, berücksichtigt diese Unterschiede nicht ausreichend.
Diese Merkmale fließen bei Garmont in eigene Entwicklungsprozesse ein. Leisten, Sohlenkonstruktion und Volumen werden demnach nicht lediglich skaliert, sondern spezifisch angepasst. Kernstück ist ein sogenannter "Women's Last", der unter anderem eine schmalere Sohle, einen enger gefassten Fersenbereich sowie einen stärker ausgeprägten Fußbogen vorsieht. Auch die Zehenbox ist anders konstruiert, um Druckpunkte zu reduzieren und den Bewegungsablauf zu unterstützen.
Darüber hinaus ist das sogenannte "Lasting Board" - die konstruktive Basis des Schuhs - bei den Damenmodellen dünner ausgeführt als bei vergleichbaren Herrenschuhen. Laut Unternehmen soll dies zu einem direkteren Bodengefühl bei gleichzeitig ausgewogenem Verhältnis von Stabilität und Flexibilität beitragen.
Der Ansatz von Garmont zeigt, dass es im Berg- und Outdoorsport sinnvoll ist, die anatomischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen aktiv in die Produktentwicklung einzubeziehen. Eine differenzierte Passform erhöht nicht nur den Komfort, sondern kann auch die Leistungsfähigkeit und Sicherheit der Nutzerinnen verbessern.