Christiane Schenderlein verlässt Amt als Sport-Staatsministerin

Foto: Bundesregierung / Steffen Kugler
Christiane Schenderlein ist nicht länger Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt. Die CDU-Politikerin wechselt als Parlamentarische Staatssekretärin in das Bundesgesundheitsministerium. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) fordert eine zügige Neubesetzung der Position.
Christiane Schenderlein ist als Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt abberufen worden. Das gab Bundeskanzler Friedrich Merz bekannt. Künftig übernimmt die CDU-Politikerin das Amt der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit. Wer ihre Nachfolge im in dieser Legislaturperiode neu geschaffenen Amt der Sport-Staatsministerin antreten wird, ist noch offen.
Schenderlein hatte das Amt seit Mai 2025 inne. In ihre Amtszeit fielen unter anderem die Arbeiten am Sportfördergesetz, die Gründung des Zentrums für Safe Sport sowie die Vorbereitung einer deutschen Olympiabewerbung.
Kritik an der Abberufung äußerte der Landessportbund Sachsen. „Das ist sehr schade und sorgt für einen Beigeschmack“, sagt Hauptgeschäftsführer Christian Dahms gegenüber dem MDR. Mit Blick auf Schenderleins Arbeit verwies er auf wichtige Entscheidungen wie das Sportfördergesetz, Leipzig als Standort der geplanten Spitzensportagentur sowie das Zentrum für Safe Sport. „Ich glaube, es ist für uns alle ein Verlust“, so Dahms.
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) zeigte sich überrascht. Die Abberufung komme „zum gegenwärtigen Zeitpunkt“ unerwartet. Der Verband dankte Schenderlein für die Zusammenarbeit: „Sie hat entscheidende Maßnahmen für den Sport in Deutschland auf den Weg gebracht und umgesetzt.“
Mit Blick auf anstehende sportpolitische Entscheidungen fordert der DOSB eine schnelle Nachbesetzung der Position. „Angesichts weiterer richtungsweisender Entscheidungen für den Sport, insbesondere bei der Olympiabewerbung, muss so schnell wie möglich die Neubesetzung dieser für den Sport zentralen Position in der Bundesregierung erfolgen“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.