Bründl Sports erzielt Rekordumsatz und plant weitere Expansion

Foto: Bründl Sports
Die österreichische Sporthandelsgruppe Bründl Sports hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals 106 Millionen Euro Nettoumsatz erzielt. Zum 70-jährigen Bestehen kündigt das Familienunternehmen weitere Investitionen an. Auch der Generationswechsel an der Unternehmensspitze ist bereits geregelt.
Bründl Sports setzt seinen Expansionskurs fort. Wie das Unternehmen bei einer Pressekonferenz am 9. Oktober in Kaprun mitteilte, erwartet es für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 26 Prozent. Hintergrund sind insbesondere die Übernahme des Sport- und Modehauses Strolz am Arlberg sowie die Eröffnung eines weiteren Geschäfts in Wagrain.
Die Handelsgruppe betreibt mittlerweile 34 Geschäfte an zwölf Standorten in Westösterreich und beschäftigt rund 700 Mitarbeiter. Gegründet wurde das Unternehmen 1956 von Hans Bründl als einzelnes Sportgeschäft in Kaprun. Unter seinem Sohn Christoph, der 1989 die Geschäftsführung übernahm, entwickelte sich daraus eine regional breit aufgestellte Sporthandelsgruppe.
Investitionen in Standorte und Infrastruktur
Mit der Übernahme von vier Strolz-Geschäften in Lech und Zürs hat Bründl Sports sein Standortnetz zuletzt erweitert. Am 5. Dezember soll ein weiterer Shop an der Talstation der neuen Grafenbergbahn in Wagrain eröffnen. Für die kommenden drei Jahre sind Investitionen im zweistelligen Millionenbereich vorgesehen.
Ein bedeutendes Geschäftsfeld ist der Skiverleih. Nach eigenen Angaben bedient Bründl Sports jährlich rund 220.000 Verleihkunden und verfügt über einen Bestand von 18.200 Paar Ski. Das Unternehmen bezeichnet sich damit als größten Skiverleiher der Alpen.
Nachfolge in der Geschäftsführung steht fest
Zum 1. Januar 2030 soll Maximilian Bründl die Leitung des Unternehmens in dritter Generation übernehmen. Der Sohn von Geschäftsführer Christoph Bründl war zuvor unter anderem bei Porsche und Biogena tätig und plant, 2029 in den Familienbetrieb zurückzukehren. Christoph Bründl wird anschließend in den Aufsichtsrat wechseln.
Für die künftige Entwicklung setzt das Unternehmen verstärkt auf digitale Prozesse. Künstliche Intelligenz wird bereits im Einkauf, in der Warensteuerung und im Verleih eingesetzt. Die persönliche Beratung im stationären Handel soll dabei weiterhin eine zentrale Rolle spielen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Mitarbeiterqualifizierung. Über die unternehmenseigene Bründl Akademie werden jährlich rund 1.925 Fortbildungstage organisiert. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 46 Lehrlinge.