Asics stärkt Direktzugang zu Läufern über Marathon-Plattformen

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Der japanische Sportartikelhersteller Asics baut seine Präsenz in der Marathonwelt aus und verknüpft Registrierungsplattformen mit seinem Membership-Programm. Damit soll die Verbindung zu LäuferInnen vertieft und das Wachstum im Laufschuhsegment beschleunigt werden.
Asics hat in mehreren Märkten, darunter Thailand, Spanien, Frankreich und Australien, Plattformen übernommen, über die sich Marathonteilnehmer registrieren können. Diese Plattformen werden mit dem Membership-Programm von Asics gekoppelt, sodass Läuferinnen und Läufer Trainingspläne, Renninformationen und Produktempfehlungen bereits Monate vor dem Wettkampf erhalten können.
Als Vorbild dient der Sydney-Marathon, dessen Modell als Best-Practice-Beispiel auf andere Märkte übertragen werden soll. Der direkte Marktzugang über diese Plattformen verschafft Asics einen strukturellen Vorteil gegenüber Mitbewerbern, die stärker auf Sponsoring oder einzelne Markenbotschafter setzen.
Unter der Führung von CEO Yasuhito Hirota hat Asics in den letzten vier Jahren einen signifikanten Turnaround vollzogen. Der Betriebsgewinn stieg von einem Verlust von 4 Milliarden Yen (21,8 Millionen Euro) im Jahr 2020 auf 142 Milliarden Yen (773 Millionen Euro) im Jahr 2025, während sich der Unternehmenswert auf etwa 3,4 Milliarden Yen (18,5 Millionen Euro) erhöhte. Die Umsetzung der Marathon-Strategie zeigt erste Erfolge: Beim Sydney-Marathon stieg der Umsatz am Stand im Vergleich zum Vorjahr um das Vierfache, der E-Commerce-Umsatz legte um 8,3 Prozent zu.
Performance-Laufschuhe bleiben mit rund 45 Prozent Umsatzanteil das Kerngeschäft von Asics. Das Unternehmen erwartet für 2026 einen Betriebsgewinn von 171 Milliarden Yen (931 Millionen Euro) bei einem Umsatz von rund 950 Milliarden Yen (5,2 Milliarden Euro). Regionale Schwerpunkte liegen weiterhin auf den USA und Europa, während Indien und Südostasien als Wachstumsmärkte betrachtet werden.