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ANWR Group setzt auf Digitalisierung und KI als Zukunftsfaktoren

Auf der Generalversammlung in Mainhausen stellte die ANWR Group ihre Geschäftszahlen für 2025 sowie ihre strategischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre vor.
Foto: ANWR Group

Die ANWR Group blickt auf ein wirtschaftlich anspruchsvolles Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz schwieriger Marktbedingungen hält die Verbundgruppe an ihrem Investitionskurs fest und setzt verstärkt auf Daten, KI und Beratungsangebote.

Auf der Generalversammlung in Mainhausen hat die ANWR Group ihre Geschäftszahlen für 2025 vorgestellt und zugleich ihre strategische Ausrichtung bekräftigt. Trotz eines anspruchsvollen Marktumfelds erzielte der Konzern Umsatzerlöse von 626 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern von 7,1 Millionen Euro. Das Zentralregulierungsgeschäft wuchs um zwei Prozent auf 226 Millionen Euro, das gesamte Abrechnungsvolumen erreichte 19,6 Milliarden Euro.

Während der Schuhhandel weiterhin unter einer schwachen Konsumnachfrage leidet, entwickelte sich der Sportfachhandel deutlich positiver. Nach Angaben der ANWR Group wuchs die Konzerntochter Sport 2000 im Jahr 2025 über Markt und Wettbewerb hinaus. Das Zentralregulierungsvolumen stieg in Deutschland um 15 Prozent, international um 9,1 Prozent. Als Erfolgsfaktoren nannte die Unternehmensgruppe unter anderem höhere Margen, effizientere Prozesse und eine klarere Positionierung der Händler.

Ein Schwerpunkt der zukünftigen Entwicklung liegt auf digitalen Dienstleistungen. Mit dem KI-gestützten Assistenten Anni und der Retail Beats Academy baut die ANWR Group ihr Angebot für angeschlossene Händler aus. Darüber hinaus wurden die Datenanalyse sowie die Performance-Beratung weiterentwickelt, um betriebswirtschaftliche Kennzahlen stärker mit konkreten Handlungsempfehlungen zu verknüpfen. Insgesamt investierte die Unternehmensgruppe 2025 mehr als 13 Millionen Euro in Digitalisierung, Infrastruktur und Immobilien.

Mit Blick auf das laufende Jahr erwartet die ANWR Group weiterhin herausfordernde Rahmenbedingungen. Während sich die Bereiche Sport und Lederwaren positiv entwickeln, bleibt der Schuhmarkt unter Vorjahresniveau. Vorstandsvorsitzender Frank Schuffelen sieht die Verbundgruppe dennoch gut aufgestellt: „Stillstand ist heute das größte Risiko. Deshalb investieren wir konsequent in die Zukunftsfähigkeit unserer Mitglieder und unserer Genossenschaft.“

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