Adidas legt im ersten Quartal kräftig zu – und wird „Zukunftspartner“ der DFL

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Mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 14 % ist Adidas dynamisch ins Jahr 2026 gestartet. Auch das Betriebsergebnis stieg. Ergänzend baut der Konzern die Kooperation mit der DFL aus – inklusive eines 100-Millionen-Euro-Darlehens und verlängerter Spielball-Vereinbarung.
Sportartikelhersteller Adidas ist mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisplus ins Geschäftsjahr 2026 gestartet. Im ersten Quartal wuchs der Umsatz währungsbereinigt um 14 % auf 6,6 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis stieg um 16 % auf 705 Millionen Euro, die operative Marge verbesserte sich auf 10,7 %. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei 484 Millionen Euro (plus 11 %).
Der Vorstandsvorsitzende Bjørn Gulden verwies in der Mitteilung vor allem auf die anhaltend hohe Nachfrage im Direct-to-Consumer-Geschäft: „Der Sell-out-Anstieg um 22 % in unserem DTC-Geschäft weltweit zeigt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten weltweit mögen, was wir anbieten.“ Gleichzeitig betonte Gulden die Bedeutung einer disziplinierten Belieferung im aktuell „sehr volatilen“ Handelsumfeld, das in vielen Märkten von Rabatten geprägt sei.
Treiber des Wachstums war im Quartal insbesondere Bekleidung, während Schuhe währungsbereinigt moderat zulegten. Regional meldete das Unternehmen zweistellige Zuwächse unter anderem in Nordamerika, China sowie Japan/Südkorea; in Europa fiel das Wachstum niedriger aus. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Adidas weiterhin einen währungsbereinigten Umsatzanstieg im hohen einstelligen Prozentbereich und peilt beim Betriebsergebnis rund 2,3 Milliarden Euro an. Zugleich verweist der Konzern auf Belastungen durch Währungseffekte und höhere US-Zölle.
Investitionshilfe für die Fußball-Bundesligen
Parallel zur Veröffentlichung des Quartalsberichts wurde der Abschluss einer neuen, langfristig angelegten Vereinbarung mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) bekanntgegeben. Im Rahmen der Kooperation wird das Herzogenauracher Unternehmen „offizieller Zukunftspartner der Bundesliga“ und stellt der DFL zu „partnerschaftlichen Konditionen“ einen Darlehensrahmen von 100 Millionen Euro zur Verfügung, um Investitionen in strategische Wachstumsfelder zu ermöglichen.
Zudem verlängern beide Seiten die Zusammenarbeit beim offiziellen Spielball: Adidas liefert den Ball für Bundesliga und 2. Bundesliga nun bis mindestens 2034. DFL-Geschäftsführer Marc Lenz kommentiert den Deal: „Mit Adidas und der Bundesliga gehen zwei große deutsche Institutionen zusammen in die Zukunft – eine starke Partnerschaft, die in ihrer strategischen Ausrichtung besonders ist. Für die DFL und alle Clubs sind nachhaltige Investitionen elementar, um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Profifußballs zu sichern. Dieses Ansinnen unterstützt Adidas – als Weltkonzern, der wie die Bundesliga tief in Deutschland verwurzelt ist – in einer herausragenden Form.“ Adidas-Chef Gulden betonte den Anspruch, die Zukunft der Ligen „aktiv mitzugestalten“.