Adidas hebt nach Rekordquartal die Umsatzprognose an

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Einen Rekordumsatz von 6,7 Milliarden Euro vermeldet Adidas für das zweite Quartal 2026. Aufgrund dessen hebt das Sportartikelunternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr an. Wachstumstreiber waren zuletzt das DTC-Geschäft sowie die Kategorien Fußball und Running; höhere Kosten bremsten indes den Anstieg beim Betriebsergebnis.
Adidas hat im zweiten Quartal 2026 seinen bislang höchsten Quartalsumsatz erzielt. Die Erlöse stiegen währungsbereinigt um 14 %, in Euro um 13 % auf 6,74 Milliarden Euro. Besonders dynamisch entwickelte sich der Direktvertrieb: Das DTC-Geschäft legte um 25 % zu, der E-Commerce um 27 % und der eigene Einzelhandel um 23 % . Im Großhandel fiel das Wachstum mit sechs Prozent moderater aus.
Auch auf Produktebene zeigte sich ein unterschiedliches Bild. Der Umsatz mit Bekleidung wuchs währungsbereinigt um 35 %, während Schuhe nur um ein Prozent zulegten. Im Performance-Segment erzielte Adidas ein Plus von 39 %, vor allem getragen von Fußball und Running. „Die Innovationen bei Performance-Schuhen zahlen sich aus. Wir sehen starkes Wachstum bei Fußball-, Running- und Trainingsschuhen“, sagte Bjørn Gulden, Vorstandsvorsitzender von Adidas.
Im Segment Fußball habe die bislang umfangreichste WM-Kollektion mit Trikots für 14 teilnehmende Teams, markanten Pre-Match-Teamoutfits und dem offiziellen Spielball Trionda für große Dynamik gesorgt. Insgesamt rechnen die Herzogenauracher im Zusammenhang mit der Fußball-WM in Nordamerika mit einem Umsatz von rund 1,5 Milliarden Euro.
Kostenfaktoren: WM-Marketing und Zölle
Trotz des Umsatzschubs stieg das Betriebsergebnis nur um fünf Prozent auf 574 Millionen Euro. Gründe waren vor allem höhere Ausgaben für das Marketing rund um die Fußball-WM sowie gestiegene Fracht-, Beschaffungs- und Zollkosten. Die operative Marge sank von 9,2 auf 8,5 %. In Europa wuchs der Umsatz um sechs Prozent; dort hielt Adidas angesichts des unsicheren Konsumklimas und der hohen Rabattaktivitäten an einem vorsichtigen Sell-in in den Großhandel fest.
Nach dem starken ersten Halbjahr hebt der Konzern seine Umsatzprognose für 2026 an. Währungsbereinigt erwartet Adidas nun ein Plus von 9 bis 10 % statt eines Wachstums im hohen einstelligen Bereich. Am Ziel für das Betriebsergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro hält das Unternehmen fest.