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Nike kündigt milliardenschweres Sparprogramm an

Bis 2031 sind Einsparungen in Milliardenhöhe geplant, wobei ein wesentlicher Teil der Kosten im Zusammenhang mit weiteren Stellenstreichungen steht.
Foto: Shutterstock / TY Lim

Nike will seine Kosten bis Mitte 2031 um 2,5 Milliarden US-Dollar senken und kündigt weitere Stellenstreichungen an. Der Sportartikelhersteller kämpft mit rückläufigen Umsätzen, insbesondere in China, und einer schwächeren Geschäftsentwicklung als erwartet.

Der US-Sportartikelhersteller Nike hat ein weiteres Sparprogramm angekündigt. Unter dem Namen „Pace“ sollen bis Mitte 2031 Kosten in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar (ca. 2,15 Milliarden Euro) eingespart werden. Das Programm umfasst unter anderem eine Modernisierung der Lieferketten und eine Verschlankung der Organisationsstruktur. Auch weitere Stellenstreichungen sind vorgesehen. Wie viele Arbeitsplätze betroffen sein werden, teilte Nike zunächst nicht mit.

Die Ankündigung erfolgte zusammen mit den Quartalszahlen für den Zeitraum von Juni bis August. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um vier Prozent auf 11,2 Milliarden US-Dollar (ca. 9,6 Milliarden Euro), der Nettogewinn um zwei Prozent auf 712 Millionen US-Dollar (ca. 610 Millionen Euro). Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 rechnet der Konzern mit einem Umsatzrückgang im hohen einstelligen Prozentbereich. Auch das Ergebnis je Aktie dürfte deutlich sinken.

Zu den größten Problemen zählt die Entwicklung in China. Dort ging der Umsatz im Sommer um 26 % zurück. Auch in Europa steht Nike unter Druck. Analysten sehen neben der zurückhaltenden Konsumnachfrage strategische Fehler als Ursache für die Schwierigkeiten. Dazu zählt insbesondere die frühere Konzentration auf den Direktvertrieb über eigene Onlinekanäle, durch die Nike wichtige Handelspartner vernachlässigt habe. Gleichzeitig fehlten neue erfolgreiche Produkte, während Rabattaktionen und Preissenkungen den Druck auf die Margen erhöhten.

Die angekündigten Einsparungen dürften auch mit erheblichen Restrukturierungskosten verbunden sein. Nike rechnet bis 2031 mit rund einer Milliarde US-Dollar (ca. 860 Millionen Euro) an entsprechenden Belastungen, vor allem im Zusammenhang mit der Belegschaft. Die Börse reagierte negativ auf die neuen Pläne: Nach Veröffentlichung der Zahlen und des Sparprogramms gab die Nike-Aktie im nachbörslichen Handel deutlich nach.

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