Wings for Life World Run 2026 sammelt 9,2 Millionen Euro

Foto: Flo Hagena for Wings for Life World Run
346.527 LäuferInnen und RollstuhlfahrerInnen aus 192 Nationen waren 2026 beim Wings for Life World Run am Start. In Deutschland liefen 59.100 Menschen, in München waren 14.000 dabei. Weltweit kamen 9,2 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung zusammen.
Beim Wings for Life World Run sind 2026 weltweit 346.527 LäuferInnen und RollstuhlfahrerInnen aus 192 Nationen gestartet. Um 13 Uhr deutscher Zeit fiel am Sonntag, 10. Mai, der Startschuss. In Deutschland gingen 59.100 Menschen auf die Strecke. Der Flagship Run in München war mit 14.000 TeilnehmerInnen erneut ausverkauft. Zusätzlich wuchs das Angebot der App Run Events: 85 Veranstaltungen in allen Bundesländern – 32 mehr als im Vorjahr – machten den Lauf nach Angaben der Organisatoren flächendeckender.
Weltweit erzielte der Wings for Life World Run eine Rekordspendensumme von 9,2 Millionen Euro. Das Geld fließt zu 100 Prozent in die Rückenmarksforschung und zur Heilung von Querschnittslähmung. Kristina Vogel, Bahnradsportlerin und Botschafterin des Wings for Life World Run, sagt: „Alle Jahre wieder ist der Wings for Life World Run eines meiner absoluten Highlights im ganzen Jahr. Es geht um Menschenschicksale. Ich bekomme Mega-Gänsehaut, dass alle Menschen für mich und diesen Traum laufen, dass ich irgendwann wieder gehen kann."
Deutsche Siegerleistungen und globale Top-Platzierungen
In der deutschen Frauenwertung setzte sich Esther Pfeiffer (Düsseldorf Athletics) mit 60,33 Kilometern durch und wurde zugleich Zweite der globalen Rangliste. Ihr Mann Hendrik Pfeiffer lief ebenfalls 60,33 Kilometer; beide waren ab der Marathonmarke gemeinsam unterwegs. Bei den Männern gewann Tim Schwippel (MTV Soltau), Deutscher Meister 2025 über 50 km, mit 63,75 Kilometern die nationale Wertung und belegte weltweit Rang acht. Imke Salander kam mit 52,51 Kilometern auf Platz drei weltweit und Rang zwei in Deutschland. Den globalen Sieg bei den Frauen holte Mikky Keetels aus den Niederlanden (62,24 Kilometer). Bei den Männern siegte erneut Jo Fukuda aus Japan mit 78,95 Kilometern – zum dritten Mal in Folge.
Esther Pfeiffer sagte nach dem Lauf: „Es ist immer wieder schön, hier zu laufen und gemeinsam mit so tollen Teammitgliedern etwas zurückzugeben.“ Imke Salander erklärte: „Ich konnte meine eigene Grenze heute noch einmal ein Stück verschieben und am Ende 52 Kilometer laufen – darauf bin ich sehr stolz.“
In München kehrte der Flagship Run auf eine frühere Streckenführung zurück: Start war am Hans-Jochen-Vogel-Platz im Olympiapark, anschließend ging es unter anderem Richtung Karlsfeld und Dachau. 30 Minuten nach dem Start nahm das Catcher Car als mobile Ziellinie die Verfolgung auf – gefahren unter anderem von Skirenn-Olympiasiegerin Emma Aicher und Freiwasserschwimmerin Nathalie Pohl.
Seit der Premiere haben laut Veranstalter insgesamt mehr als 2,2 Millionen TeilnehmerInnen über 69,7 Millionen Euro für die Rückenmarksforschung gesammelt. Der nächste Wings for Life World Run ist für den 9. Mai 2027 angekündigt; die Anmeldung soll am 4. November 2026 öffnen.