Fenix Outdoor startet 2026 mit Umsatzplus

Outdoor-Ausrüster Fjällräven zählt zu den bekanntesten Marken der Fenix-Gruppe.
Foto: Shuttersock / Jeppe Gustafsson

Der schwedische Konzern Fenix Outdoor hat im ersten Quartal 2026 den Gruppenumsatz gesteigert. Bezüglich der Perspektiven bleibt das Management vorsichtig optimistisch.

Mit einem Umsatzanstieg auf 165,9 Millionen Euro ist der Konzern Fenix Outdoor international solide ins Jahr 2026 gestartet. Gegenüber dem Vorjahr erzielte er damit ein Plus von 5,2 %. Im operativen Ergebnis legte die Gruppe, zu der Marken wie Fjällräven, Hanwag und Royal Robbins sowie Handelsgruppen wie Globetrotter gehören, von 5,2 auf ,7,7 Millionen Euro zu – eine Steigerung um rund 48 %.

Der Vorstandsvorsitzende Martin Nordin führt die Entwicklung vor allem auf das Wetter zurück: Nach dem ungewöhnlich warmen Herbst 2025 habe der Winter in Europa zu einer Erholung der Umsätze im Januar und Februar geführt – insbesondere im Endkundengeschäft in den nordischen Märkten. Im März habe sich die Dynamik dann vor allem in Deutschland abgeschwächt.

Belastungen im Onlinehandel

Im Handels-Geschäft Frilufts Retail Europe stiegen die Umsätze deutlich. Nordin verweist zugleich auf Belastungen im Onlinehandel: In Finnland und Deutschland hätten Bot-Attacken die Shops zeitweise lahmgelegt und damit Verkäufe beeinträchtigt. Zudem sei das Onlinegeschäft weiterhin stark über Rabatte getrieben. Insgesamt kamen die Direktkundenerlöse laut Geschäftsbericht vor allem über stationäre Läden, während die Onlineumsätze nicht zulegten.

Die Umsätze der Marken entwickelten sich in den meisten Märkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stabil; in Nordamerika wirkten sich der schwächere US-Dollar und niedrigere Umsätze bremsend aus. In Deutschland belasteten zudem Retouren von Fjällräven-Ware im Zusammenhang mit einem neuen Servicemodell bei Globetrotter das Geschäft.

Für die kommenden Monate bleibt der Ausblick vorsichtig. Nordin beschreibt das Umfeld als volatil, sieht nach dem Jahresstart aber eine positive Tendenz: Kurzfristig könnten Effekte des Nahostkonflikts belasten, mittelfristig sieht er Chancen, falls Konsumenten weniger reisen und Freizeit stärker zu Hause verbringen.

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