
Intersport wächst international um 0,4 Prozent

Foto: Intersport
Einen Umsatz von 14,1 Milliarden Euro meldet die Intersport Group für das Jahr 2025. Dies bedeutet für den Sportfachhandelsverbund international ein Plus von 0,4 % in Euro (währungsbereinigt 1,2 %) sowie eine verbesserte Bruttomarge. Running war laut Unternehmen die stärkste Kategorie.
OMIS startet in der DACH-Region und erweitert europäische Marktdatenbasis

Foto: OMIS
Der Outdoor Market Intelligence Service (OMIS) baut seine Präsenz in Europa aus und ist nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv. Damit deckt das Sell-out-Panel der European Outdoor Group (EOG) neben Großbritannien und Frankreich die drei größten Outdoor-Märkte Europas ab. Die Plattform umfasst einen Datensatz, der gemeinsam mit über 35 Marken und Händlern entwickelt wurde.
OMIS wird im Auftrag der EOG von Sporting Insights betrieben. Den Rollout in der DACH-Region begleiten die IT-Beratung Outtra sowie der österreichische Verband VSSÖ. Das System bündelt Verkaufsdaten aus stationärem Handel, E-Commerce und Direktvertrieb. Ein Dashboard ermöglicht Analysen zur Marktentwicklung sowie zur Performance einzelner Kategorien wie Bekleidung, Schuhe oder Ausrüstung. Zu den Datenpartnern zählen unter anderem Sport 2000, Intersport, Bergfreunde, Bergzeit und Patagonia.
Hannah Piatok, verantwortlich für Marktdatenprojekte bei der European Outdoor Group, sagt: "OMIS liefert nun sichere und zentralisierte Sell-out-Marktdaten für die drei größten Outdoor-Märkte Europas." Siegbert Müller, Outtra-CEO, ergänzt: "Mit aggregierten, anonymisierten Sell-out-Analysen schafft OMIS eine gemeinsame Datenbasis für Marken und Händler und unterstützt fundiertere Entscheidungen bei Sortiment, Preisgestaltung und Planung."
Der Erfolg des Projekts hängt aus Sicht von Piatok "maßgeblich von einer breiten und kontinuierlichen Beteiligung ab". Unternehmen können sich als Datenlieferanten oder Abonnenten beteiligen. Ziel ist es, die Markttransparenz zu erhöhen und datenbasierte Entscheidungen in der Branche zu unterstützen.
Fabletics eröffnet Shop-in-Shop im KaDeWe

Foto: Fabletics
Mit einem Shop-in-Shop im Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe baut Fabletics seine stationäre Präsenz in Europa weiter aus. Auf der vierten Etage entsteht eine mehr als 160 Quadratmeter große Fläche, deren Eröffnung noch für Frühjahr 2026 geplant ist - zugleich der bislang größte Retail-Standort der US-amerikanischen Marke in Europa.
Fabletics, eine global agierende Activewear-Marke mit Wurzeln im Digitalgeschäft, verbindet Performance, Lifestyle und ein mitgliedschaftsbasiertes Vertriebssystem. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen gezielt physische Vertriebskanäle ausgebaut. "Unsere Partnerschaft mit dem KaDeWe markiert einen Meilenstein in der Entwicklung der Marke Fabletics", sagt Mark Ralea, General Manager Europe bei Fabletics. Der Standort soll die Omnichannel-Strategie stärken und die Marke in einem erlebnisorientierten Umfeld neuen Zielgruppen näherbringen.
Im neuen Shop-in-Shop präsentiert die Marke ihre charakteristischen Kollektionen - von Trainingsbekleidung über modische Capsule Drops sowie Lifestyle-Pieces für Frauen und Männer. Er ist Teil eines neuen Retail-Konzepts im KaDeWe, das Activewear mit Themen wie Wellness, Fitness und Longevity verknüpft. Verschiedene Partner sollen gemeinsam eine Erlebniswelt schaffen, die über den klassischen Produktverkauf hinausgeht.
Laut Simone Heift, Chief Merchandising Officer bei KaDeWe, spiegelt das Konzept die Entwicklung des modernen Handels wider. "Unsere Gäste suchen heute Orte der Begegnung, die mehr bieten als Produkte - sie wünschen sich Erlebnisse und nachhaltige Erfahrungen, die ihren Lebensstil und ihr Wohlbefinden unterstützen", sagt Heift. "Mit Fabletics als Schlüsselpartner gestalten wir ein zukunftsweisendes Retail-Umfeld, das Communities verbindet und neue Maßstäbe für experimentellen Retail setzt."
Umsatz stabil, Gewinn bricht ein - das dritte Quartal bei Nike

Foto: Shutterstock/Mirror Images
Der US-Sportartikelkonzern Nike hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026, das am 28. Februar abgeschlossen wurde, einen stabilen Umsatz erzielt. Für den Zeitraum bis zum 28. Februar weist das Unternehmen Erlöse von 11,3 Milliarden US-Dollar (rund 9,6 Milliarden Euro) aus, was dem im Vorjahr erzielten Umsatz entspricht. In den Regionen EMEA und Großchina zeigen sich zurückgehende Umsätze, während sie in Nordamerika gestiegen sind. Belastet wird das Ergebnis durch eine rückläufige Profitabilität: Die Bruttomarge sinkt auf 40,2 %. Als Hauptgrund nennt Nike gestiegene Zölle in Nordamerika.
Im Vertrieb zeigt sich eine gegenläufige Entwicklung. Während das Großhandelsgeschäft auf 6,5 Milliarden US-Dollar (rund 5,5 Milliarden Euro) zulegt, entwickelt sich das Direct-Segment rückläufig. Die Umsätze aus dem Direktvertrieb sinken auf 4,5 Milliarden US-Dollar (rund 3,8 Milliarden Euro), wobei sowohl das E-Commerce-Geschäft als auch die Erlöse in eigenen Filialen nachgeben.
CEO Elliott Hill sieht die Ergebnisse positiv und verweist auf die im vergangenen Jahr unter dem Slogan "Win now" eingeleiteten strategischen Anpassungen: "In diesem Quartal haben wir wesentliche Schritte unternommen, um die Gesundheit und Qualität unseres Geschäfts zu verbessern. Die Arbeit ist nicht abgeschlossen, aber die Richtung ist klar."
Gewinn rückläufig - Converse deutlich unter Vorjahr
Unter dem Strich verzeichnet Nike einen deutlichen Gewinnrückgang. Der Quartalsgewinn liegt bei 520 Millionen US-Dollar (rund 440 Millionen Euro) und damit 35 % unter dem Vorjahreswert. Auch auf Markenebene zeigen sich Unterschiede: Während die Kernmarke Nike 11,0 Milliarden US-Dollar Umsatz (rund 9,3 Milliarden Euro) erzielt, fällt die Konzern-Marke Converse auf 264 Millionen US-Dollar (rund 223 Millionen Euro) zurück.
Finanzvorstand Matthew Friend ordnet die Entwicklung im Kontext des laufenden Transformationsprogramms ein: "Wir haben Ergebnisse im Rahmen unserer Erwartungen geliefert." Er sei zuversichtlich, dass das Unternehmen ein langfristiges profitables Wachstum erzielen könne. Kurzfristig sorgten steigende Ölpreise und andere Faktoren für schwer planbare Risiken. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 2 bis 4 %.
Neue CMO für Primus-Silva

Foto: Primus-Silva
Primus-Silva baut seine Markenführung aus: Seit dem 2. Februar verantwortet Clara Tronêt Guillon als Chief Marketing Officer die globale Marken- und Marketingstrategie des schwedischen Outdoor-Ausrüsters. Das Unternehmen vereint die Marken Primus (Kocher) und Silva (Stirnlampen und Kompasse); 2023 hatte Silva Primus übernommen.
Guillon bringt Erfahrung aus der Konsumgüter- und Outdoor-Branche mit. Zuletzt war sie bei Haglöfs als Global Head of Brand & Marketing tätig und verantwortete dort die Weiterentwicklung der Marke sowie deren internationale Positionierung. Frühere Stationen bei The Absolut Company und Nespresso prägten ihre Expertise in der Verbindung von Markentradition und zeitgemäßer Ansprache.
"Primus und Silva sind ikonische Marken. Es ist mir eine große Ehre, auf einer über hundertjährigen Innovationsgeschichte aufbauen zu dürfen", sagt Clara Tronêt Guillon. Ziel sei es, die Markenprofile weiter zu schärfen und ihre Relevanz in den Märkten auszubauen.
CEO Jonas Sjögren ordnet die Personalie als strategische Verstärkung ein: Guillon vereine "eine echte Leidenschaft für unser Geschäft mit tiefgehender Expertise in Markenführung und Marketing".